Säbelfechter Hartung für politische Aktionen in Tokio: "Sollte kein Problem sein"

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Säbelfechter Hartung für politische Aktionen in Tokio: "Sollte kein Problem sein"
Säbelfechter Hartung für politische Aktionen in Tokio: "Sollte kein Problem sein"

Säbelfechter Max Hartung hat sich für die Möglichkeit politischer Meinungsäußerungen der Athleten bei den Olympischen Spielen in Tokio (23. Juli bis 8. August) ausgesprochen. "Wenn das IOC der Meinung ist, dass politische Botschaften wie zum Beispiel die Versöhnung von Nord- und Südkorea ins Programm passen, dann sollten Sportlerinnen und Sportler für die gemeinsamen Werte eintreten dürfen, das sollte kein Problem sein", sagte der 31-Jährige dem SID im Rahmen der Team-Vorstellung des Deutschen Fechter-Bunds (DFeB).

Der Präsident des Vereins Athleten Deutschland wünscht sich, "dass die Sportler, die solche Sachen machen wollen, dafür nicht bestraft werden". Es müsse sich niemand "politisch engagieren, aber wenn Sportlerinnen und Sportler für Diversität und Respekt eintreten wollen, dann ist das doch großartig", sagte Hartung. Dies seien "schöne Zeichen, und die sollten auch möglich sein".

In der Regel 50 der Olympischen Charta ist festgelegt, dass jegliche "politische, religiöse oder rassistische Demonstration oder Propaganda" nicht gestattet ist. Nach Informationen des Fachportals insidethegames diskutiert die Athleten-Kommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) darüber, die Regel 50 aufzuweichen. Demnach ist denkbar, dass Athleten vor Wettbewerben in bestimmten Bereichen Zeichen setzen dürfen.

Für den Dormagener Hartung hat Nationaltorhüter Manuel Neuer mit der Regenbogenbinde bei der Fußball-EM ein richtiges Signal gesendet. "Manuel Neuer stärkt jedem den Rücken, der für Vielfalt und Toleranz ist. Das sind tolle Werte, für die Neuer einsteht, und deswegen finde ich es gut, dass er das macht", betonte Hartung.

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