Ryanair verbucht Gewinne trotz Annullierungen und Streiks

Gewinnzuwächse trotz annullierter Flüge: Der irische Billigflieger Ryanair hat im zurückliegenden Quartal seinen Nettogewinn um zwölf Prozent gesteigert

Gewinnzuwächse trotz annullierter Flüge und Rumoren in der Belegschaft: Der irische Billigflieger Ryanair hat im zurückliegenden Quartal seinen Nettogewinn um zwölf Prozent gesteigert. Zwischen Oktober und Dezember stand unter dem Strich ein Plus von 106 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Der Umsatz wuchs um vier Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Es war das dritte Quartal des Geschäftsjahrs 2017/2018.

Airline-Chef Michael O'Leary sprach von einem "sehr schwierigen dritten Quartal" und zeigte sich daher erfreut über den Gewinn. Die Passagierzahlen wuchsen in dem Zeitraum um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr - insgesamt strebt die Fluggesellschaft für das bis Ende März laufende Geschäftsjahr Passagierzahlen von 130 Millionen an. Das wäre ein Rekord und ein achtprozentiger Anstieg im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr.

Bei Ryanair war es im vergangenen Jahr turbulent zugegangen. So verkündete die Airline im September insgesamt 20.000 Flugstreichungen bis Ende März dieses Jahres - nach eigener Darstellung wegen eines Planungsfehlers beim Urlaub seiner Piloten. Außerdem gab es auf Druck die ersten Warnstreiks in der Geschichte des irischen Unternehmens, weil zunehmend Unmut über die Arbeitsbedingungen herrschte.

Erst in der vergangenen Woche hatte Ryanair in Großbritannien erstmals eine Pilotengewerkschaft offiziell anerkannt und eine entsprechende Vereinbarung mit der Vereinigung Balpa unterzeichnet. In anderen Ländern laufen ebenfalls Gespräche mit Gewerkschaften.