Ryanair mit einer Milliarde Euro Jahresgewinn vor der Corona-Krise

Flieger von Ryanair auf dem Flughafen Manchester

Der irische Billigflieger Ryanair hat seinen Gewinn vor Beginn der Corona-Krise kräftig gesteigert, warnt aber nun wegen der Beschränkungen in der Pandemie vor einem "schwierigen Jahr". In den zwölf Monaten bis Ende März stand bei Ryanair ein Plus von einer Milliarde Euro unter dem Strich, wie die Airline am Montag mitteilte. Das waren 13 Prozent mehr als im Vorjahr.

Seit Mitte März ist der Flugverkehr weltweit quasi zum Erliegen gekommen. Der Ausfall allein im März habe den Jahresgewinn 2019/2020 um 40 Millionen Euro geschmälert, erklärte das Unternehmen. Es hat bereits angekündigt, bis zu 3000 Stellen zu streichen.

Eine Prognose für das laufende Geschäftsjahr wollte Ryanair nicht abgeben - zu unsicher seien Auswirkungen und Dauer der Corona-Pandemie, "gepaart mit keinerlei Ausblick, wie Kunden und Nachfrage reagieren werden, wenn der Flugbetrieb wieder aufgenommen wird". Im Quartal April bis Juni rechnet Ryanair mit einem "Rekordverlust" von über 200 Millionen Euro.

Ab Juli will Ryanair europaweit wieder fast 1000 Flüge am Tag anbieten, das sind rund 40 Prozent des regulären Angebot. Voraussetzungen sind, dass die Einschränkungen für Flugreisen in der EU bis dahin aufgehoben werden und an den Flughäfen effektive Maßnahmen zum Gesundheitsschutz in Kraft sind. Im laufenden Geschäftsjahr bis Ende März 2021 wird Ryanair der Prognose zufolge weniger als 80 Millionen Passagiere transportieren. Das wären fast 50 Prozent weniger als ursprünglich geplant.