Ryanair erkennt auf Druck Pilotengewerkschaft Impact auch formell an

Nach der Kehrtwende von Ryanair haben Piloten der Billig-Airline in Irland und in Portugal ihre für Mittwoch geplanten Streiks abgeblasen

Der irische Billigflieger Ryanair hat auf Druck der irischen Pilotengewerkschaft Impact auch formell erklärt, er erkenne sie künftig als Verhandlungspartnerin an. Ein erstes Treffen zwischen den Tarifparteien sei am 3. Januar geplant, teilte Impact am Donnerstag mit. Die Gewerkschaft hatte am Dienstag erstmals mit Vertretern von Ryanair gesprochen und danach erneut mit Streik gedroht, weil die Airline sich geweigert habe, Impact schriftlich anzuerkennen.

Die Gewerkschaft hatte daher am Mittwoch ein schriftliches Abkommen zur Anerkennung von Gewerkschaften gefordert und Ryanair eine Frist bis Donnerstagmittag gesetzt. Bei dem Treffen am 3. Januar soll es nun laut Impact unterzeichnet werden. Ryanair teilte mit, das Unternehmen habe erste Vorschläge zu Arbeitsbedingungen und Gehalt formuliert.

Die deutsche Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hatte am Mittwoch Vertreter von Ryanair getroffen. Sie will am Nachmittag in Frankfurt am Main über Ergebnisse berichten. Die VC hatte im Vorfeld die Befürchtung geäußert, Ryanair wolle nur auf Zeit spielen, um angedrohte Streiks vor Weihnachten zu verhindern.