RWE: Im Wandel – so läuft 2018

Maximilian Völkl
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RWE: Keine Eile bei Innogy – so geht es weiter

Trotz der Gewinnwarnung der Tochter Innogy im Dezember blickt RWE insgesamt auf ein erfolgreiches Jahr 2017 zurück. Der Wandel in der Energiebranche setzt sich unbeirrt fort. Der DAX-Versorger ordnet die Stromerzeugung deshalb neu. Innogy will die Kosten derweil besser in den Griff bekommen.

Bei RWE wird das Geschäft mit Braunkohle und Kernenergie, das von RWE Power geführt wird, künftig stärker von der übrigen Erzeugung abgegrenzt. Die Stromproduktion aus Gas, Steinkohle, Wasserkraft und Biomasse ist bei RWE Generation gebündelt. Durch den Schritt will der Konzern die beiden Teilgesellschaften flexibler machen und sie noch stärker auf die jeweiligen Energieträger ausrichten.

Die Tochter Innogy hat derweil angekündigt, nach der Gewinnwarnung künftig stärker auf die Kosten achten zu wollen. In allen Segmenten prüfe der Vorstand derzeit die Ausgaben, um mögliche Einsparpotenziale zu finden. Auch bei Investitionsvorhaben würden alle Optionen bezüglich Eigentümer- und Finanzierungsstruktur überprüft. Details sollen mit den Gesamtjahreszahlen 2017 Mitte März bekanntgegeben werden.

Neueinsteiger warten ab

Trotz des Rückschlags im Dezember haben die Versorger sich insgesamt gut für die neue Energiewelt gerüstet. Als Garant für Versorgungssicherheit hat sich RWE gut positioniert und dürfte noch längere Zeit wichtig bleiben. Aufgrund des schwachen Chartbilds sollten Neueinsteiger aber noch abwarten. Bei Innogy wird es darum gehen, dass der Konzern beweist, dass Wachstum möglich ist. Dank der hohen Dividendenrendite von rund fünf Prozent und der stabilen gewinne im Netzgeschäft sollte der Kurs nach unten aber abgesichert sein. Die Aktie ist eine Halteposition mit Stopp bei 30 Euro.