RWE: Am Tropf der Tochter – Aktie unter Beschuss

Maximilian Völkl
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Mega-Deal: Erfolg für E.on und RWE – Innogy gibt Widerstand auf

Der Rücktritt von Peter Terium sorgte am Dienstagabend für den nächsten Paukenschlag bei Innogy. An der Börse sorgte der Chefwechsel zunächst für Euphorie. Inzwischen hat sich die Stimmung aber wieder gedreht. Sowohl Innogy als auch die Mutter RWE sind wieder ins Minus gedreht. Bei RWE hängt derzeit viel von der Performance der Tochter ab.

Die 77-Prozent-Beteiligung an Innogy ist mehr Wert, als der gesamte RWE-Konzern. Entsprechend schlägt die Performance der Tochter voll auf den Kurs des DAX-Titels durch. Auch am Mittwoch ist der Aktienkurs im Laufe des Tages im Sog der Tochter ins Minus gerutscht. Bullen und Bären kämpfen damit weiter um die 17-Euro-Marke.

RWE hat nun bekannt gegeben, dass die Entscheidung des Innogy-Aufsichtsrats unterstützt werde. Man begrüße zwar die grundsätzliche Strategie des Innogy-Vorstands. Gleichzeitig seien aber eine höhere Kostendisziplin und eine fokussierte Wachstums- und Investitionsstrategie notwendig. Dennoch sehe man nach wie vor gute Zukunftsperspektiven für Innogy.

Abwarten

Die Hoffnung auf steigende Strompreise und einen möglichen Kapazitätsmarkt sorgt bei RWE weiter für Fantasie. Die enttäuschende Entwicklung bei Innogy drückt allerdings auf die Stimmung. Nachdem die Aktie ausgestoppt wurde, sollten Anleger deshalb die charttechnische Wende abwarten. Vorerst bleibt DER AKTIONÄR an der Seitenlinie.