RWE-Tochter Innogy: Keine Entlassungen – so soll der Sparkurs funktionieren

Maximilian Völkl
1 / 2
RWE-Tochter Innogy: Keine Entlassungen – so soll der Sparkurs funktionieren

Bei Innogy setzt sich die Konsolidierung nach wie vor fort. Um nach der Gewinnwarnung im Dezember wieder auf Kurs zu kommen, will der Versorger seine Kostendisziplin verbessern. Dies soll aber weder durch Entlassungen noch durch einen Kahlschlag bei den Investition erreicht werden. Die Aktie reagiert positiv.

„Wir planen keine Entlassungen“, sagte der amtierende Vorstandsvorsitzende und Arbeitsdirektor, Uwe Tigges, zu Dow Jones Newswires. Grundsätzlich soll es auch bei dem abgesteckten Investitionsrahmen in erneuerbare Energien, Elektromobilität und Netze bleiben. Bis 2020 sind rund zehn Milliarden Euro vorgemerkt. Ob diese komplett ausgeschöpft werden, soll aber davon abhängig gemacht werden, wie rentabel die einzelnen Projekte sind.

Tigges, der nach der Entlassung von Ex-CEO-Peter Terium kommissarisch an der Spitze steht, räumte zudem ein, dass die Kommunikation bei Innogy in der Vergangenheit nicht optimal war. „Das werden wir verbessern“, versprach er. Der Vorstand habe zudem alle Abteilungen angewiesen verzichtbare Ausgaben beispielsweise im Marketing, bei Werbung oder für Digitalisierung zu identifizieren. Projekte könnten so auch nach hinten verschoben werden. Tigges schloss aber aus, dass er langfristig an der Spitze der RWE-Tochter stehen könnte – sein Plan sieht vor, dass er nur bis zur Hauptversammlung Ende April die Leitung inne haben wird.

Stopp beachten

Das Chartbild bei Innogy bleibt schwach. Inzwischen hat der Konzern aber erkannt, dass Kostendisziplin wichtig ist, und will in den Wachstumsmodus schalten. Langfristig sollte sich der Fokus auf die neue Energiewelt lohnen. Dank der hohen Dividendenrendite von über fünf Prozent sollte der Kurs zudem nach unten abgesichert sein. Investierte Anleger beachten weiter den Stopp bei 30,00 Euro. Neueinsteiger sollten eine Trendwende abwarten.