RWE „erschüttert“ über Säureanschlag auf Manager

Nach dem Anschlag auf Innogy-Vorstand Bernhard Günther herrscht Entsetzen im Energiekonzern. Die Fahndung nach den Tätern läuft weiter.


Der RWE-Konzern hat sich „erschüttert“ über den Säureanschlag auf Bernhard Günther, Finanzchef der Ökostromtochter Innogy gezeigt. „Die unfassbare Attacke auf Bernhard Günther hat uns zutiefst getroffen“, erklärte RWE-Chef Rolf Martin Schmitz. „Wir alle sind bestürzt und entsetzt über die schreckliche Tat. Unsere Gedanken sind jetzt bei Bernhard und seiner Familie.“

Nach dem Säureangriff auf Günther sind die bislang unbekannten Täter weiterhin auf der Flucht. Es gebe bislang keinen neuen Ermittlungsstand, sagte ein Sprecher der Polizei in Düsseldorf am Montagmorgen. Das Motiv sei weiter völlig unklar.

Unbekannte hatten am Sonntagvormittag den 51-jährigen Manager in Haan bei Düsseldorf mit Säure übergossen und schwer verletzt. Der Mann wurde in eine Spezialklinik gebracht. Sein Gesundheitszustand sei unverändert, so der Sprecher der Polizei am Montag.


Die Polizei fahndet nach „zwei circa 20 bis 30 Jahre alten Männern mit südländischem Aussehen“. Beim Polizeipräsidium wurde eine Mordkommission eingerichtet, und es wurden Ermittlungen „hinsichtlich eines versuchten Tötungsdeliktes“ aufgenommen.

„Wir sind tief geschockt. Die Nachricht von dem Anschlag hat uns alle sehr betroffen gemacht“, teilte der kommissarische Innogy-Chef Uwe Tigges am Sonntag mit: „Wir sind in unseren Gedanken bei Bernhard und seiner Familie und wünschen ihm baldige Genesung.“