RWE: Das Ende der Talfahrt

Maximilian Völkl
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RWE: Ein klares Dementi

Die Gewinnwarnung von Innogy lastet nach wie vor auf den Versorgern. Aufgrund des Verkaufsdrucks ist die Aktie von RWE zwischenzeitlich sogar unter die Marke von 17 Euro gefallen. Nach dem Absturz zuletzt beginnt die neue Woche allerdings mit einer leichten Erholung.

In der vergangenen Woche sind die Papiere des DAX-Konzerns um knapp 20 Prozent eingebrochen. Das Problem: Die Verluste der Tochter Innogy schlagen voll auf den Kurs von RWE durch. 77 Prozent hält RWE nach wie vor an der „grünen Tochter“. Mit etwa 14 Milliarden Euro ist die Beteiligung damit mehr Wert, als der gesamte RWE-Konzern.

Die RWE-Aktie hat allerdings auch an den letzten Handelstagen stark eröffnet, bevor sie im Laufe des Tages eingebrochen ist. Inzwischen haben auch mehrere Analysten die Aktie abgestuft. Dennoch empfehlen nach wie vor zwölf Experten den Versorger zum Kauf. 16 Mal lautet das Votum „Halten“. Lediglich zwei Analysten würden den DAX-Titel verkaufen. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 21,78 Euro. Auf dem aktuellen Niveau hätte die Aktie damit ein Potenzial von knapp 30 Prozent.

Abwarten

Mittelfristig stimmen die Aussichten bei RWE. Die Hoffnung auf steigende Strompreise und einen möglichen Kapazitätsmarkt sollten für Schwung sorgen. Durch den Absturz in der vergangenen Woche hat sich das Chartbild allerdings deutlich eingetrübt. Die Aktie ist dabei auch unter den Stoppkurs des AKTIONÄR gerutscht. Anleger sollten vor einem Neueinstieg die Trendwende abwarten und vorerst an der Seitenlinie bleiben.