RWE: Das drückt auf die Stimmung

Maximilian Völkl
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Uniper: Fortum-Angebot und schwarze Zahlen – die Aktie gerät aber ins Schlingern

Die RWE-Aktie hat sich zuletzt stark entwickelt und ein neues Jahreshoch bei 21,18 Euro erreicht. Am Montag zählt der Versorger im schwachen Marktumfeld allerdings zu den grtößten Verlierern im DAX. Die Ursache: Die Privatbank Berenberg hat ihre Kaufempfehlung gestrichen.

Analyst Andrew Fisher hat zwar das Kursziel für RWE von 14,00 Euro deutlich auf 21,20 Euro angehoben. Wegen der starken Kursentwicklung zuletzt hat er die Einstufung aber von „Buy“ auf „Hold“ gesenkt. Der Experte rechnet nicht mit einer deutlichen Erholung der Strompreise. In Deutschland dürfte es zunächst weitere Überkapazitäten geben. Von 2019 an erscheine die Situation bei Angebot und Nachfrage ohne Erneuerbare Energien heikler.

Mit einem Plus von über 75 Prozent seit Jahresbeginn ist RWE 2017 bislang der zweitstärkste Wert im DAX – lediglich die Aktie der Lufthansa hat noch stärker zugelegt. Der Aufschwung hat mehrere Gründe. Die milliardenschwere Rückzahlung der Brennelementesteuer, die Befreiung von den Altlasten rund um die Atommüll-Entsorgung sowie die Hoffnung auf steigende Strompreise haben neue Euphorie bei den Anlegern geschürt. Zudem wurde die Bilanz deutlich verbessert und es wird im kommenden Jahr wieder eine Dividende – plus eine Sonderdividende von 1,00 Euro je Aktie – ausgeschüttet.

Dabeibleiben

Mit den konventionellen Kraftwerken und der zahlungskräftigen Tochter Innogy ist RWE für die Herausforderungen in der neuen Energiewelt gerüstet. Das attraktive Chartbild spricht ebenfalls für die Aktie. Anleger bleiben an Bord. Der Stoppkurs des AKTIONÄR liegt bei 15,00 Euro.