RWE: Ein Deal mit Folgen

Maximilian Völkl
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Uniper: Fortum-Angebot und schwarze Zahlen – die Aktie gerät aber ins Schlingern

Im Bereich von 17,40 Euro arbeitet die RWE-Aktie derzeit an einer Bodenbildung. Nach der steilen Rallye in den ersten Monaten des Jahres hat der DAX-Titel zuletzt in kurzer Zeit über zehn Prozent verloren. Positiv: Die Befreiung von den Altlasten schreitet voran. Es wird aber auch deutlich, dass der Atomdeal Folgen hat.

6,8 Milliarden Euro hat RWE an den Atomfonds der Bundesregierung gezahlt. Damit hat sich der Versorger von den Risiken der Zwischen- und Endlagerung freigekauft. Gleichzeitig hat sich RWE aber auch verpflichtet, alle weiteren Klagen gegen den Atomausstieg – mit Ausnahme der Brennelementesteuer – fallen zu lassen. Ein erster Schritt ist hier bereits getan.

Die Schadensersatzklage gegen die Stilllegung des Atomkraftwerks Biblis wurde gemäß der Absprache fallen gelassen. Rund 235 Millionen Euro hatte RWE vom Land Hessen gefordert. Eine große Summe, auf die der Konzern mit seiner angeschlagenen Bilanz nun verzichten muss. Weitere Klagen, die RWE gegen das Land Hessen führt, sollen nun ebenfalls zeitnah fallen gelassen werden.

Spannendes Bild

RWE hat sich von den Atomlasten befreit. In der Bilanz sind die alten Probleme aber nach wie vor sichtbar. Die Hoffnung auf steigende Strompreise und einen möglichen Kapazitätsmarkt sorgt derweil für Rückenwind. Nach dem Rücksetzer bleibt die Situation spannend.

In der aktuellen Ausgabe hat sich DER AKTIONÄR genauer mit der Bilanz von RWE und den Folgen der jüngsten Milliardenentscheidungen beschäftigt. Die detaillierte Einschätzung zum Versorger und weitere spannende Themen können Sie bequem hier herunterladen.