RW Erfurt: Rombach tritt nun doch zurück

RW Erfurt: Rombach tritt nun doch zurück

Das Führungschaos bei Drittligist RW Erfurt geht weiter. Nun ist Präsident Rolf Rombach doch von seinem Amt zurückgetreten. Das bestätigte der Klub dem SID. Der langjährige Vereinsboss begründete seine Entscheidung mit den internen Machtkämpfen zwischen Präsidium und Aufsichtsrat.

Rombach kritisierte vor allem Aufsichtsratschef Peter Kästner und Vize-Präsident Frank Nowag. Diesen Personen gehe es nur um Profilierungssucht. "Sie haben in dieser Woche eine falsche Darstellung zur Überschuldung des Vereins gemacht", meinte Rombach.

Streit wegen Schulden 

Wie der Klub klarstellte, liege die Gesamtverschuldung derzeit bei 6,2 Millionen Euro, die bilanzielle Überschuldung betrage 5,5 Millionen Euro.

Erst am vergangenen Sonntag hatte der Verein vermeldet, dass der langjährige Klubchef doch im Amt bleibe, nachdem er am 1. November abgesetzt worden war. Präsidium und Aufsichtsrat hätten sich nach schweren Vorwürfen ausgesprochen. "Die Vorwürfe gegen Rolf Rombach konnten ausgeräumt werden; die damit verbundene Kritik an ihm akzeptierte er", hieß es.

Erfuhrt droht Abstieg

Die Gremien liegen vor allem wegen der Finanzen im Streit. Laut MDR soll Rombach dem Aufsichtsrat nicht alle Unterlagen zum finanziellen Stand vorgelegt haben. Rombach behauptete stets, keine Unterlagen vorenthalten zu haben.

Gegen Rombach spricht auch die sportliche Entwicklung des Vereins. Nach einem Fehlstart stehen die Thüringer im Keller der Liga und drohen erstmals abzusteigen. Erfurt ist der einzige Klub, der in der 3. Liga seit ihrer Gründung im Jahr 2008 an allen Spielzeiten teilgenommen hat. Rombach leitete die Geschicke des Vereins seit zwölf Jahren.