Russlands Vize-Regierungschef Mutko nicht mehr für Sport zuständig

Mutko (l.) mit Fifa-Chef Infantino bei derr WM-Auslosung

Der in den russischen Dopingskandal verwickelte Vize-Regierungschef Witali Mutko verliert die Zuständigkeit für Sport. In dem am Freitag von Russlands Präsident Wladimir Putin abgesegneten neuen Kabinett ist Mutko künftig nicht mehr für Sport, sondern für den Bereich Bauen zuständig. Der 59-Jährige war von 2008 bis 2016 Sportminister und wurde dann zu einem von mehreren Vize-Regierungschefs befördert.

Mutko steht im Mittelpunkt des Skandals um systematisches Staatsdoping in Russland. Die Enthüllungen führten dazu, dass bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang in diesem Jahr kein Athlet unter russischer Flagge antreten durfte. In der neuen Regierung soll sich Vize-Ministerpräsidentin Olga Golodets künftig neben der Kultur um den Sport kümmern, als Sportminister bleibt Pawel Kolobkow im Amt.

Putin, der die Kabinettsliste am Freitag in einer vom Fernsehen übertragenen Sitzung bestätigte, setzt ansonsten auf Kontinuität: Die Schlüsselposten in der russischen Regierung bleiben unverändert. Der seit 2004 amtierende Außenminister Sergej Lawrow bleibt ebenso im Amt wie Verteidigungsminister Sergej Schoigu. Finanzminister Anton Siluanow wird neue Nummer Zwei der Regierung von Ministerpräsident Dmitri Medwedew.

Der Film "Geheimsache Doping: Wie Russland seine Sieger macht" des ARD-Journalisten Hajo Seppelt hatte die Aufdeckung des russischen Dopingskandals bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi zur Folge. Russland hatte Seppelt kürzlich mit einer Einreisesperre für die Fußball-WM belegt, diese dann aber aufgehoben. Die WM beginnt am 14. Juni.