Russlands Hochspringerin Lasizkene genervt von eigenen Funktionären

Russlands Hochspringerin Lasizkene genervt von eigenen Funktionären

Hochsprung-Weltmeisterin Maria Lasizkene (25) ist wegen der Verweigerungshaltung des russischen Leichtathletik-Verbandes RUSAF in der Dopingaffäre zunehmend genervt von den eigenen Funktionären. Wenn sie im Sommer wegen "nicht erfüllter Kriterien" ihre Startberechtigung als neutrale Athletin verliere, werde sie "gezwungen, härter zu handeln", sagte sie der Agentur R-Sport.
Es sei "schade", dass es für russische Funktionäre eine "Überraschung" war, dass Rune Andersen, Vorsitzender der Task Force des Weltverbandes IAAF für Russland, am Dienstag bemängelte, dass die RUSAF und die nationale Anti-Doping-Agentur RUSADA "immer noch keinen Testverteilungsplan für 2018 vorgelegt" hätten, der eine "ausreichende Menge an Tests von russischen Athleten" aufzeige. Diese Forderung sei seit November bekannt, sagte Lasizkene.
Am Dienstag hatte die IAAF entschieden, dass Russlands Leichtathleten bis auf Weiteres suspendiert bleiben. Andersen forderte, dass wichtige Kriterien für eine Wiederaufnahme nun schnell erfüllt werden müssten. 
Ansonsten könnten auch die als neutrale Athleten für internationale Wettkämpfe zugelassenen Russen ihr Startrecht verlieren. Auch ein kompletter Ausschluss Russlands aus der IAAF sei denkbar, sagte Andersen. Das nächste Council-Meeting der IAAF ist für Juli terminiert. Wegen des massiven Dopingskandals sind Russlands Leichtathleten seit November 2015 international gesperrt.