Russlanddeutsche: Lisa aus Marzahn missbraucht: Bewährung für Ex-Freund

Ismet S. vor Gericht

Im Fall des russlanddeutschen Lisa (Name geändert) aus Marzahn, die Anfang 2016 mit einer erfundenen Vergewaltigung für Aufregung gesorgt hatte, ist der damalige Freund der Schülerin zu einem Jahr und neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Das Amtsgericht Tiergarten sprach den 24 Jahre alten Ismet S. am Dienstag des schweren sexuellen Missbrauchs sowie der Herstellung von Kinderpornografie schuldig, wie eine Sprecherin mitteilte. Unabhängig vom ursprünglichen Fall war es laut Anklage zu Sex mit der damals 13-Jährigen gekommen, allerdings einvernehmlich. Der Prozess war zum Schutz der heute 15-Jährigen nicht öffentlich.

Die Schülerin war 11. Januar 2016 verschwunden und erst am nächsten Tag wieder aufgetaucht. Anfangs behauptete Lisa, sie sei von drei Unbekannten - angeblich "Südländern" - verschleppt und vergewaltigt worden. Die Ermittler fanden dafür aber keine Anhaltspunkte. Nach weiteren Vernehmungen und Fragen nach Details rückte Lisa von ihrer ersten Version ab und erklärte, dass sie mit den Männern freiwillig mitgegangen sei. Es folgten weitere Versionen.

Insgesamt soll Lisa vier verschiedene Tatabläufe geschildert haben. Die Kriminalbeamten konnten schließlich anhand ihrer Handy-Daten rekonstruieren, dass sich die Schülerin in der fraglichen Nacht bei einem Freund aufgehalten und offenkundig mehrfach Falschaussagen gemacht hatte. Im Rahmen der Ermittlungen geriet Ismet S. in den Fokus der Polizei. Er soll mit Lisa schon vor dem 11. Januar 2016 in Kontakt gewes...

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