Russland weist Vorwurf der Einmischung in US-Wahlkampf erneut zurück

Die russische Regierung hat erneut Vorwürfe einer Einmischung in den US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 zurückgewiesen. Es gebe "nicht einen einzigen Beweis" für eine russische Einflussnahme, sagte Außenminister Sergej Lawrow am Dienstag in Moskau. Die US-Geheimdienste werfen Russland vor, sich im vergangenen Jahr in den US-Wahlkampf eingemischt zu haben, um dem Republikaner Donald Trump zum Sieg über seine demokratische Rivalin Hillary Clinton zu verhelfen.

Mit der am Montag bekannt gewordenen Anklageerhebung gegen drei frühere Trump-Berater in den USA hat die Russland-Affäre eine neue Dimension bekommen. Der frühere Wahlkampfleiter Paul Manafort und sein Vertrauter Richard Gates werden im Zusammenhang mit ihrer Lobbyistenarbeit für pro-russische Kräfte in der Ukraine unter anderem der Verschwörung zur Geldwäsche beschuldigt. Dem dritten Angeklagten George Papadopoulos werden Falschaussagen angelastet.

US-Medien berichteten zudem, dass die russischen Manipulationsversuche im Internet zur Präsidentschaftswahl weitaus stärker gewesen seien als bislang angenommen. Das Onlinenetzwerk Facebook geht demnach davon aus, dass zwischen 2015 und 2017 bis zu 126 Millionen Nutzer in den USA von russischen Quellen veröffentlichte Kommentare, Berichte und andere Inhalte erhielten.