Auch Russland wehrt sich gegen Grid-Girl-Verbot

Die Abschaffung der Grid Girls ist umstritten

In der Formel 1 wächst der Widerstand gegen die Abschaffung der Grid Girls. Die Veranstalter der Rennen in Monaco (27. Mai) und Russland (30. September) haben angekündigt, die Tradition bei ihren Veranstaltungen beibehalten zu wollen. 

"Wir sollten erwachsen sein. Überall im Motorsport präsentieren Mädchen die Autos", sagte Dmitri Kosak, Chef des Organisationskomitees des Grand Prix von Russland, der Nachrichtenagentur Interfax.

Man strebe eine Einigung mit den neuen Eigentümern der Motorsport-Königsklasse an: "Immerhin sind unsere Mädchen die schönsten." 

Die Veranstalter des Traditionsrennens im Fürstentum Monaco sind offenbar schon weiter.

"Die Grid Girls werden auf der Strecke stehen, aber nicht die Namensschilder der Fahrer halten. Sie sind schön, und die Kameras werden wieder auf sie gerichtet sein", sagte Michel Boeri, Präsident des Automobile Club de Monaco der Zeitung Matin.


Liberty Media schafft Grid Girls ab

Der neue Formel-1-Eigner Liberty Media hatte die Grid Girls zur laufenden Saison abgeschafft und durch Grid Kids ersetzt. Die Kinder sollen das Startprozedere "relevanter" und "interessanter" insbesondere für junge Fans machen.

Kritik an der Maßnahme hatte sich auch im Fahrerlager geregt, unter anderem durch den viermaligen Weltmeister Sebastian Vettel und Renault-Pilot Nico Hülkenberg.