Russland verlängert arbeitsfreie Zeit wegen Corona-Krise bis 11. Mai

Präsident Wladimir Putin während der Videokonferenz

Russland hat wegen der Corona-Pandemie die arbeitsfreie Zeit bis 11. Mai verlängert. Der Höhepunkt der Infektionszahlen sei noch nicht erreicht, warnte Präsident Wladimir Putin während einer Videokonferenz mit Vertretern der Regionen am Dienstag. Die landesweite arbeitsfreie Zeit sollte eigentlich nur bis Ende dieses Monats andauern. Russland verzeichnete am Dienstag nach offiziellen Angaben mehr als 6400 neue Corona-Infektionsfälle.

Putin stellte einen in zwei Wochen beginnenden "schrittweisen Ausstieg" aus den Anti-Corona-Maßnahmen in Aussicht. Die Behörden sollen demnach Empfehlungen erarbeiten, wie die Beschränkungen nach und nach aufgehoben werden können. Die Regierung solle zudem neue Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft entwickeln, erklärte der Präsident. Es sei gelungen, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. "Aber das sollte uns nicht beruhigen. Die Situation bleibt sehr schwierig", sagte Putin.

Die Gesamtzahl der Infektionsfälle in Russland stieg am Dienstag nach offiziellen Angaben auf 93.558 - mehr als in China und im Iran. Die Zahl der registrierten Todesfälle ist im Vergleich zu anderen Ländern aber niedrig. Bis Dienstag starben demnach 867 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion.