Russland lehnt Ultimatum im Fall Skripal ab

Russland seinerseits hat im Fall Skripal den britischen Botschafter Laurie Bristow einbestellt .

Bristow bekräftigte nach seinem Gespräch im Außenministerium, Großbritannien erwarte noch heute eine Erklärung Russlands für den Nervengiftanschlag auf Skripal.

Russland allerdings denkt offenbar nicht daran. Außenminister Sergej Lawrow sagte, man wolle das fragliche Gift erst selbst untersuchen.

Das lehne Großbritannien aber ab, so der Minister, obwohl es dazu nach dem Chemiewaffenübereinkommen verpflichtet sei, das beide Länder unterzeichnet hätten.

Russland verlangt auch, dass Großbritannien eine gemeinsame Untersuchung zulasse.

Russland hat nach eigener Darstellung alle seine Chemiewaffen zwischen 2002 und 2017 vernichtet. Die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen habe das bezeugt, teilte das Industrieministerium mit.

Russland bestreitet, dass es mit dem Fall Skripal etwas zu tun habe. Es droht mit Gegenmaßnahmen, sollte Großbritannien Sanktionen verhängen.

"Jegliche Drohungen, Russland mit Strafmaßnahmen zu belegen, werden nicht unbeantwortet bleiben", teilte das russische Außenministerium mit.