Russland-Kredite trüben Gewinnaussichten der Aareal Bank

WIESBADEN (dpa-AFX) - Der Ukraine-Krieg und die Sanktionen gegen Russland trüben die Gewinnaussichten der Aareal Bank <DE0005408116>. Weil der Gewerbeimmobilien-Finanzierer um Kredite für zwei Bürogebäude in Russland fürchten muss, legte er im ersten Quartal rund 60 Millionen Euro zurück. Der Betriebsgewinn dürfte daher im laufenden Jahr nur das untere Ende der bisherigen Zielspanne von 210 bis 250 Millionen Euro erreichen, teilte das im SDax <DE0009653386> gelistete Geldhaus am Mittwoch in Wiesbaden mit. Wenn die geplante Übernahme der Aareal Bank durch Finanzinvestoren gelingt, gingen davon noch Transaktionskosten ab. Im Auftrag des Unternehmens befragte Analysten hatten zuletzt mit einem Betriebsgewinn von rund 218 Millionen Euro gerechnet.

Im ersten Quartal verhinderten die Rückstellungen für die Russland-Kredite einen Gewinnsprung. Stattdessen ging das Betriebsergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sechs Prozent auf 30 Millionen Euro zurück. Der auf die Aktionäre entfallende Überschuss sank um sechs Prozent auf 15 Millionen Euro. Die Aareal Bank hatte ihr Russland-Geschäft in den vergangenen Jahren bereits zurückgefahren. Ende 2021 hatte sie in dem Land netto noch rund 200 Millionen im Feuer. Die nun gebildete Risikovorsorge von 60 Millionen Euro entspricht rund 30 Prozent der Summe.

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