Russland-Affäre: Trumps Ex-Wahlkampfchef Manafort stellt sich dem FBI

Donald Trumps früherer Wahlkampfmanager Paul Manafort wird in den Ermittlungen um die Russland-Affäre angeklagt.

Er stellte sich am Montagmorgen (Ortszeit) in Washington dem FBI.

Wie der US-Fernsehsender NBC berichtet, wurden Manafort und sein früherer Geschäftpartner Rick Gates aufgefordert, sich den Behörden zu stellen.

Aus der 12 Punkte umfassenden Anklageschrift geht hervor, dass Manafort Verschwörung gegen die USA im Zusammenhang mit früheren Ukraine-Geschäften, Steuervergehen, Verbergen ausländischer Konten, Falschaussagen, Geldwäsche verantworten soll.

Der Lobbyist und Politikberater war bei den Ermittlungen um die Russland-Affäre ins Visier der Ermittler geraten. Er stellte sich dem FBI und kam damit seiner Verhaftung zuvor. Bei der Russland-Affäre geht um den Vorwurf russischer Einflussnahme auf die US-Präsidentenwahl. Das FBI will klären, ob das Wahlkampfteam von Donald Trump mit den Russen zusammen gearbeitet hat.

Manaforts Festnahme gilt als eine bedeutende Eskalation der Ermittlungen. So wird auch spekuliert, dass das FBI den Ex-Wahlkampfmanager dazu bewegen könnte, im Gegenzug zu Strafmilderung etwaige Informationen in der Russland-Affäre zu geben.

Paul Manafort war von April bis August 2016 Trumps Wahlkampfmanager.