"Russland-Affäre": Ex-Trump-Berater Rick Gates bekennt sich schuldig

Rick Gates, ein ehemaliger Berater von US-Präsident Donald Trump, hat sich am Freitag vor Gericht schuldig bekannt. Damit folgte er der Anklage, die ihm vorwarf, die Ermittler des FBI belogen zu haben. Das Stafmass soll zwischen 57 und 71 Monaten liegen. Im Vorfeld war jedoch spekuliert worden, Gates wolle mit einem Bekenntnis eine Schuldminderung erwirken.

Offenbar kooperiert der 45-Jährige nun mit dem Sonderermittler Robert Mueller, der ihn und seinen Geschäftspartner Paul Manafort im Zuge der sogenannten Russland-Affäre vor Gericht gebracht hatte.

Manafort und Gates wird unter anderem Steuerhinterziehung vorgeworfen, außerdem Geldwäsche in Höhe von 30 Millionen US-Dollar.

Manafort leitete von Juni bis August 2016 Trumps Wahlkampf. Die Klagepunkte gegen ihn haben aber nicht direkt mit Trumps Wahlkampf zu tun. Manafort wurde bereits im Oktober 2017 angeklagt, vor allem wegen krimineller Verschwörung gegen die USA, Falschaussage und Geldwäsche. Das soll mit seiner politischen Lobbytätigkeit in Osteuropa zu tun haben, unter anderem für die ukrainische Regierung.

Die Anklagen gegen die früheren Trump-Getreuen haben sich aus Muellers Ermittlungen ergeben, die der FBI-Sonderermittler wegen einer russischen Beeinflussung der US-Präsidentschaftswahl 2016 führt.