Russland: 9 Jahre Straflager für Basketballstar Brittney Griner

Ein Gericht in Chimki bei Moskau hat die US-Basketballerin Brittney Griner wegen illegalen Drogenbesitzes zu neun Jahren Freiheitsstrafe in einem Straflager verurteilt. Sie wurde der illegalen  Einfuhr von Drogen schuldig gesprochen. Die 31-Jährige hatte in ihrem Schlussplädoyer darauf verwiesen, dass sie mit der Einfuhr von 0,5 Gramm Cannabis-Öl nicht gegen geltendes Recht verstoßen wollte.

Griner hatte sich schuldig bekannt. Die Staatsanwaltschaft hatte 9,5 Jahre Haft gefordert, ein halbes Jahr unter der Höchststrafe.

Im Gepäck der US-Amerikanerin wurde im Februar an einem Moskauer Flughafen das Cannabisöl entdeckt. Das Gericht befand sie des Drogenbesitzes und des Schmuggels einer erheblichen Menge an Drogen für schuldig.

In ihrem Schlussplädoyer sagte Griner: "Ich habe einen ehrlichen Fehler gemacht und hoffe, dass Ihr Urteil mein Leben hier nicht beendet."

Zusätzlich muss Griner umgerechnet 16 000 Euro Geldstrafe zahlen. Festgenommen wurde sie nach einem Rückflug aus den USA.

Reaktion von Joe Biden

Vorzeitig freikommen könnte die 31-Jährige durch einen im Raum stehenden Gefangenenaustausch zwischen Russland und den USA. US-Präsident Joe Biden kritisierte Griners Verurteilung scharf und forderte ihre Freilassung: "Russland hält Brittney zu Unrecht fest".

Auch die US-Basketballverbände WNBA und NBA kritisierten das Urteil gegen Griner in einer gemeinsamen Erklärung als "ungerecht, unglücklich, aber nicht unerwartet."

Griner gewann je zweimal die Goldmedaille bei Olympia und Weltmeisterschaften mit der US-Nationalmannschaft. Seit 2015 spielte sie für den Spitzenverein UMMC Jekaterinburg, der bereits fünf Mal die Euroleague gewann.

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