Russisches Veto: Wir lassen uns nicht die Schuld in die Schuhe schieben

Russland hat auch einen kurzfristig eingebrachten Kompromissvorschlag zur Verlängerung der Untersuchungen zum Einsatz von Chemiewaffen in Syrien per Veto im UN-Sicherheitsrat platzen lassen.

Die Botschafterin der USA bei den Vereinten Nationen Nikki Haley nannte das Verhalten Russlands schändlich.

“Es ist das zweite Veto Russlands innerhalb 24 Stunden. Russland will einfach nicht, dass der Einsatz chemischer Waffen durch den russischen Verbündeten, das syrische Regime, untersucht wird.”

Der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja erklärte: “Versuchen Sie nicht, uns die Schuld in die Schuhe zu schieben. Bei diesem Veto ging es nicht wirklich um eine Untersuchung, sondern um den Versuch, Druck auszuüben und eine Konfrontation mit Russland zu provozieren.”

Außerdem sagte Nebensja, der letzte Bericht der sogenannten Experten über den Einsatz von Chemiewaffen in Syrien sei ein Witz und so wörtlich Blödsinn gewesen. Japan hatte die Resolution bei Beratungen des Gremiums hinter verschlossenen Türen am Freitag eingebracht, mit der das Mandat des sogenannten Joint Investigative Mechanism (JIM) um 30 Tage verlängert werden sollte, um eventuell bis dahin eine neue Resolution auf den Weg zu bringen. Es war im Zusammenhang mit dem Syrien-Konflikt bereits das elfte Sicherheitsrats-Veto Russlands, das als ständiges Mitglied mit einer Gegenstimme jede Resolution zu Fall bringen kann.

When the Russian??-Chinese?? draft resolution was submitted by Bolivia_ONU?? to the vote, the #UNSC had a good opportunity to give the #JIM another chance while improving and strengthening it. However, this attempt was blocked yesterday, in fact it was vetoed. pic.twitter.com/HXUW7zfWXX— Russian Mission UN (RussiaUN) 18 novembre 2017

После позорных результатов фиктивного расследования эпизода с применением зарина в Хан-Шейхуне и голословных обвинений против #Сирии любое продление мандата #СМР возожно лишь при условии исправления фундаментальных недостатков в его работе https://t.co/iVX9R9PxXS pic.twitter.com/4qtb5pgjlo— Russian Mission UN (@RussiaUN) 18 novembre 2017