Russische Notenbank hebt Leitzins nicht so stark wie erwartet an

·Lesedauer: 1 Min.

MOSKAU (dpa-AFX) - Die russische Notenbank kämpft mit höheren Leitzinsen gegen die steigende Inflation. Am Freitag erhöhte sie ihren Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 6,75 Prozent, wie die Zentralbank am Freitag in Moskau mitteilte. Allerdings hatten Volkswirte im Schnitt mit einer Erhöhung auf 7,00 Prozent gerechnet. Es ist die fünfte Anhebung in Folge.

Im Juli hatte sie die Zinsen noch um einem ganzen Prozentpunkt angehoben. Dies war der größte Zinsschritt seit dem Jahr 2014. Im Februar hatte der Leitzins noch bei 4,25 Prozent gelegen.

Notenbankchefin Elvira Nabiullina hat damit das Tempo der Zinserhöhungen deutlich verlangsamt. Ökonomen verweisen auf das sich abschwächende Wirtschaftswachstum in Russland. Allerdings legte die Inflation zuletzt weiter zu. Im August stieg die Jahresinflationsrate auf 6,7 Prozent. Das Ziel der Zentralbank von vier Prozent wird also klar überschritten.

Die Notenbank stellt daher weitere Zinserhöhung in Aussicht. Sie verweist auf die gestiegenen Inflationserwartungen. "Die Bank von Russland hält sich die Möglichkeit für weitere Leitzinserhöhungen auf ihren kommenden Sitzungen offen", heißt es in der Mitteilung.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.