Russell über Williams-Ziel 2021: Platz vor Haas und Alfa Romeo "einzementieren"

Maria Reyer
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Williams hat 2020 die schlechteste Saison in der Geschichte des Teams erlebt. In 17 Saisonrennen konnten die Stammfahrer George Russell und Nicholas Latifi kein einziges Mal in die Punkteränge fahren. Das Jahr stellte mit dem Verkauf des Teams und dem Abschied der Gründerfamilie außerdem einen Umbruch dar. Was ist im ersten Jahr nach dem Neustart möglich?

"Mit den neuen Eigentümern steht uns eine aufregende Zukunft mit mehr finanzieller Unterstützung bevor. Wir können uns daher mehr auf die Zukunft, 2022 und darüber hinaus, fokussieren, aber gleichzeitig immer ein Auge auf 2021 und den Fortschritt des Autos werfen", schätzt Russell die Situation ein.

Er wird auch 2021 für das britische Traditionsteam an den Start gehen, auch wenn nach seinem Intermezzo im Mercedes in Bahrain anderslautende Gerüchte aufkamen. Russell spricht von einer aufregenden Zeit. Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass Williams die technische Partnerschaft mit Mercedes ab 2022 intensivieren wird.

"Hoffentlich können wir einen Schritt vorwärts machen und unseren Platz vor Haas und Alfa Romeo einzementieren", lautet Russells Wunsch für diese Saison. "Wir wollen versuchen, auf das Ende des Mittelfeldes aufzuschließen." In der abgelaufenen Saison bildete Williams gemeinsam mit den zuvor genannten Teams das Schlusslicht.

"Realistisch betrachtet gibt es natürlich die Möglichkeit, dass wir uns nach vorne hin verbessern. Das wird das Ziel sein", findet auch Latifi. Im Vorjahr schrammte er dreimal auf Platz elf liegend haarscharf an einem WM-Punkt vorbei. "Wir hatten ein paar Möglichkeiten, um vielleicht einen Punkt hier und da zu holen."

In solche Situationen will er sich "öfter" bringen in der neuen Saison. "Sehr oft hätte nur ein kleines bisschen mehr Performance im Auto ausgereicht, um es zu schaffen. Dann hätten wir eher im Mittelfeld-Kampf mitmischen können."

Latifi bleibt Realist, denn er weiß, dass die 2021er-Generation nur eine Evolution sein wird. Wobei die Unterboden-Änderungen Williams entgegenkommen könnten. "Es ist unrealistisch, einen dramatischen Unterschied zum Vorjahr zu erwarten. Aber es gibt den Spielraum, um nach vorne zu kommen. Das wollen wir schaffen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.