Rund 14 Prozent mehr Lohn: Streik bei Volkswagen in der Slowakei beendet

Bei Volkswagen in der Slowakei haben die Beschäftigten mit dem ersten Streik seit Produktionsbeginn 1992 eine satte Lohnerhöhung erkämpft

Bei Volkswagen in der Slowakei haben die Beschäftigten mit dem ersten Streik seit Produktionsbeginn 1992 eine satte Lohnerhöhung erkämpft. Sie bekommen in drei Stufen bis November 2018 insgesamt 14,1 Prozent mehr, wie eine Unternehmenssprecherin sagte. Dazu kommen eine Einmalzahlung von 500 Euro und ein Urlaubstag mehr. Die Beschäftigten hatten ein Plus von 16 Prozent gefordert und waren Dienstag in den Streik getreten.

Am Sonntagabend erklärte der Gewerkschaftsvorsitzende Zoroslav Smolinsky den Streik für beendet. Er sagte, dass bis zu 10.000 der 12.300 Beschäftigten sich an der Arbeitsniederlegung beteiligt hätten.

Der slowakische Regierungschef Robert Fico hatte die Beschäftigten unterstützt: In Bratislava würden die teuersten Autos des Konzerns gefertigt, sagte er am Samstag - "Warum also sollten die Beschäftigten hier nur ein Drittel dessen bekommen, was ihre deutschen Kollegen verdienen?"

Volkswagen produziert in der Slowakei unter anderem den Porsche Cayenne, den Volkswagen Touareg und den Audi Q7. Ein Angestellter bekommt im Schnitt 1800 Euro pro Monat - der Durchschnittslohn im Land liegt bei nur 980 Euro.

VW ist der größte private Arbeitgeber im Land. In den Werken laufen täglich mehr als tausend Fahrzeuge vom Band. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt knapp 389.000 Autos.