Rumoren in Frankfurt: Das ist die Eintracht-Streichliste

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Rumoren in Frankfurt: Das ist die Eintracht-Streichliste
Rumoren in Frankfurt: Das ist die Eintracht-Streichliste
Rumoren in Frankfurt: Das ist die Eintracht-Streichliste

Im vergangenen Winter trat Tuta in die großen Fußspuren von Ex-Kapitän David Abraham.

Der Brasilianer erledigte die Aufgabe bei Eintracht Frankfurt zufriedenstellend, er fing erst in der Schlussphase der Saison an zu schwächeln. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Doch der Sommerurlaub verlief unglücklich für den Abwehrmann, der nach seinem Heimaturlaub in zweiwöchige Quarantäne musste und in der ersten DFB-Pokal-Runde bei Waldhof Mannheim (0:2) böse patzte.

Tuta spielt aktuell keine Rolle bei der Eintracht

Trainer Oliver Glasner sagte noch im August: „Wir werden die Spieler unterstützen, ihnen Möglichkeiten aufzeigen, wie sie es besser machen können. Dann liegt es an ihnen, dass sie es umsetzen. Das wird bei Tuta genauso sein.“ Tatsächlich? Eine Einsatzminute erhielt Tuta seitdem nicht mehr, zuletzt saß er in der Bundesliga zweimal auf der Tribüne. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Und die auf Nachfrage von SPORT1 gewählten Worte Glasners lassen keine schnelle Verbesserung des Zustands erahnen: „Es tut mir ein bisschen leid für Tuta. Er hat keine einfache Phase.“

Es sei nicht zielführend, ihn dann einzusetzen, wenn er wackelt und verunsichert ist: „Ich habe nicht den Eindruck, dass er vor Selbstvertrauen strotzt.“ Stefan Ilsanker und Almamy Touré sind in der Hierarchie vor ihn gerutscht, zudem wurde durch die Umstellung auf Viererkette ein Platz in der Innenverteidigung gestrichen. Ob er bei einem drohenden Ausfall von Evan N‘Dicka eine Chance erhält, ist noch fraglich.

Eintracht-Kader ist deutlich zu groß

Das Modell der Eintracht sieht vor, Spieler jung und günstig zu verpflichten und dann mit Wertsteigerung zu verkaufen. Sollte sich die Situation für Tuta nicht ändern, könnte der talentierte - aber in Sachen Geschwindigkeit mit Defiziten behaftete - Abwehrmann den Klub möglicherweise verlassen.

Klubintern ist man nach SPORT1-Informationen darauf vorbereitet, dass sich Profis angesichts der aktuell unbefriedigenden Situation umsehen werden. Tuta zählt zu den Spielern, die einen gewissen Marktwert mitbringen und mit deren Verkauf finanzielle (Corona-)Löcher gestopft werden könnten.

Der Kader der Frankfurter ist mit 32 Spielern (der aussortierte Amin Younes und diverse Jugendspieler eingerechnet) trotz Doppelbelastung nämlich viel zu groß. Als optimal gelten für Sportvorstand Markus Krösche 23 Feldspieler plus Torhüter, Bewegung im Januar wäre daher wünschenswert.

So galt Ragnar Ache bereits im Sommer als Leihkandidat. Eine Verletzungspause und die Teilnahme an den Olympischen Spielen verhinderten die Nominierung für den Europa-League-Kader.

Ache und Paciencia nur Reservisten

Ache pendelt nach zwei Jokereinsätzen zu Saisonbeginn aktuell zwischen Bank und Tribüne. Glasner forderte: „Ragnar muss seine Stärken einbringen, seinen Körper, das Tempo und die Torgefahr.“

Doch angesichts des überraschend guten Starts von Sam Lammers und der namhaften Konkurrenz Rafael Borré oder Goncalo Paciencia wird es für Ache äußerst schwierig, auf die nötigen Einsatzminuten im Eintracht-Trikot zu kommen. Ein Abgang im Winter – auch in Form eines Leihgeschäftes - ist nicht auszuschließen.

Gleiches gilt allerdings auch für Paciencia. Der Portugiese und Ache wechseln sich ab, wenn es um den Platz auf der Tribüne geht. Obwohl sich Paciencia nach seinem verkorksten Leihjahr beim FC Schalke 04 wieder positioniert hat, kann ihn die Rolle als Mann für wenige Minuten nicht zufriedenstellen.

Der Angreifer zählt zu den Großverdienern im Klub, mit 27 Jahren befindet er sich im besten Fußballeralter. Es wäre fatal, die Zeit auf der Bank oder Tribüne zu verbringen. Die Eintracht ihrerseits könnte bei einem Abgang viel Gehalt sparen und noch auf eine kleine Ablöse hoffen. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Barkok ist im Sommer ablösefrei

Aymen Barkok ist das wohl größte Rätsel bei den Hessen. Der in Frankfurt geborene Marokkaner zeigt bei der Nationalmannschaft und im Training regelmäßig sein gewaltiges Potenzial. Schnell unterwegs, stark im Dribbling und kreativ.

Doch unter Glasner ist der 23-Jährige inzwischen in der Hierarchie abgerutscht. Stand Barkok am ersten Spieltag in Dortmund noch in der Startelf, so saß er zuletzt in Wolfsburg und gegen Köln auf der Tribüne.

Beide Seiten werden sich die Entwicklung genauestens anschauen, doch konkrete Gespräche gibt es SPORT1-Informationen zufolge derzeit keine. Der Kontrakt von Barkok läuft aus, er kann ab 1. Januar bei einem anderen Klub für die kommende Spielzeit unterschreiben. Die Eintracht ihrerseits kann kein Interesse daran haben, das Eigengewächs ablösefrei zu verlieren.

Was macht Blanco?

Orientiert sich Barkok im Winter um? Bei weiterer Stagnation ist das nicht ausgeschlossen, aber unwahrscheinlich. Barkok gibt im Training weiterhin alles und lässt sich nicht hängen. Er glaubt weiterhin an seinen Durchbruch in der Heimat.

Die Verpflichtung von Fabio Blanco wurde im Sommer noch groß auf den Vereinskanälen gefeiert. Die Hessen setzten sich gegen namhafte Konkurrenz durch und sicherte sich die Dienste des 17-Jährigen. Doch schon nach wenigen Monaten ist eine Trennung im Winter SPORT1-Informationen zufolge nicht ausgeschlossen.

Krösche steht vor einem spannenden Transferwinter

Der talentierte Flügelspieler erhielt bislang noch keine Chance. Blanco ist nicht für die Europa League nominiert, der Weg in den Kader blieb ihm unter Glasner bislang ebenfalls verwehrt.

Zuletzt war der U-18-Nationalspieler auch beim Training völlig außen vor, soll in der U19 Spielpraxis sammeln. Zufriedenstellend ist das nicht, wenngleich Krösche zuletzt bei Bild betonte: „Wir sind von seinen Fähigkeiten total überzeugt und ein Winter-Wechsel ist überhaupt kein Thema.“

Doch die Blanco-Seite wird sich die kommenden Wochen genauestens anschauen. Auf Krösche jedenfalls wartet die nächste spannende Transferperiode im kommenden Winter.

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