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"Die Premier League treibt alle in den Wahnsinn"

Ist die Bundesliga auf dem Vormarsch? Im Europacup sind immer noch sieben deutsche Teams vertreten.

„Ich denke, es ist eher eine Momentaufnahme, nicht die Norm wie in England“, sagt Karl-Heinz Rummenigge. Der ehemalige Boss des FC Bayern sieht die Premier League längst enteilt. Nicht nur im Vergleich zu Deutschland.

„Die Premier League treibt alle, selbst Klubs wie Real und Barça, vor sich her und in den Wahnsinn“, kritisierte Rummenigge im Interview mit der Bild-Zeitung. Die Klubs auf der Insel würden „immer höhere Beträge in den Transfermarkt“ spülen.

Dort habe man „horrende TV-Verträge, die Klubs haben Milliardäre als Besitzer. Allein Chelsea hat jetzt mehr ausgegeben als die gesamte Bundesliga.“ Zwar könne man die Leistungen von Klubs wie Union Berlin und SC Freiburg „gar nicht hoch genug“ bewerten. Die Nachhaltigkeit der deutschen Zwischenerfolge müsse sich aber erst noch beweisen.

Bayern oder DFB? Rummenigge spricht über Klopp

Immerhin geht Rummenigge von einem Viertelfinal-Einzug der Bayern und Borussia Dortmund aus. Beide Mannschaften hatten ihre Hinspiele in der Champions League jeweils 1:0 gewonnen. Anders als der von Jürgen Klopp trainierte FC Liverpool, der sich gegen Real Madrid eine Klatsche eingefangen hatte.

Was an Klopp nicht spurlos vorbeiging, wie Rummenigge betonte.

„Beim 2:5 gegen Real hat man gesehen, wie es in ihm arbeitet“, sagte der Ex-Profi. Ob Klopp eines Tages als Bayern- oder gar Nationaltrainer aus England zurückkehren könnte? „Ich weiß nicht, welche Gedanken und Pläne er hat. Aber dem deutschen Fußball würden Kaliber wie Jürgen Klopp immer gut zu Gesicht stehen.“

So sieht Rummenigge den Fall Neuer

Rummenigge hat seinen Posten bei den Bayern 2021 aufgegeben. Trotzdem hat er weiter eine enge Verbindung zum Rekordmeister. Jüngst lief er dem aktuell verletzten Torwart Manuel Neuer über den Weg: „Ich habe Manuel kürzlich zufällig getroffen, der machte auf mich einen sehr guten Eindruck.“

Um Neuer hatte es zuletzt viel Wirbel gegeben, weil dieser öffentlich die Entlassung seines Torwart-Trainers Toni Tapalovic hinterfragt hatte. An eine vorzeitige Trennung im Sommer glaubt Rummenigge trotz des viel beachteten Interviews aber nicht: „Nein, dafür ist der gegenseitige Respekt viel zu groß. Beide Seiten wissen, was sie aneinander haben.“

Neuer sei immer noch „sehr ehrgeizig. Ich bin von seinem Comeback beim FC Bayern überzeugt.“

Und auch in der Nationalmannschaft würde Rummenigge Neuer gerne weiter zwischen den Pfosten sehen. Am besten auch bei der Heim-EM 2024: „Ich wünsche es Manuel. Hoffentlich auch als der Kapitän, der dann den Pokal entgegennimmt. Das wäre mein Best-of-Wunsch für das Sommermärchen 2.0.“

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