Zoff mit Bayern: Hasenhüttl gibt nicht nach

Ralph Hasenhüttl versteht den Ärger von Karl-Heinz Rummenigge nicht

Das verbale Scharmützel zwischen RB-Trainer Ralph Hasenhüttl und Bayern Münchens Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge geht in die nächste Runde.

Nachdem der österreichische Coach zunächst auf die hohe Belastung der Bayern-Profis während der Asienreise verwiesen und damit Rummenigges Reaktion provoziert hatte, meldete sich nun wieder Hasenhüttl zu Wort.

"Das verstehe ich nicht"

"Was an meiner Aussage zynisch sein soll, verstehe ich nicht", wunderte sich der Trainer nach Abschluss des Trainingslagers im österreichischen Seefeld.

"Ich wurde als Trainer zu den Belastungen einer Asienreise gefragt. Und ich habe als Trainer geantwortet, dass ich die Belastungen für die Spieler extrem finde. Und ich stehe zu meiner Aussage."

Rummenigge hatte Hasenhüttl zuvor für seine Bemerkungen harsch kritisiert. "Ich finde diese Aussage ein Stück zynisch und auch unsolidarisch", so Rummenigge am Donnerstag in Singapur.

Hasenhüttl hatte es "krass" genannt, was Vereinen auf derartigen Reisen aufgebürdet werde. Er selbst freue sich, dass er das noch nicht mitmachen müsse.

Rummenigge stichelt gegen Leipzig

"Die Clubs, die hier in Asien waren und auch die, die in Amerika waren, haben etwas pro Bundesliga-TV-Vermarktung geleistet. Und bei den Clubs, die nach wie vor den einfachen Weg wählen und sich in Österreich und der Schweiz vorbereiten, bin ich sehr skeptisch, ob die einen großen Beitrag zum Wohle der Bundesliga damit leisten", sagte Rummenigge weiter.


"Die Leipziger waren in Österreich. Und wie ich gelesen habe, muss es da sehr geregnet haben", schob der 61-Jährige hinterher. "Vielleicht haben die da Rafting gemacht gegen Konyaspor."

Zum Abschluss der Münchner Reise nach Asien zog Rummenigge ein positives Fazit: "Wir haben alle Ziele komplett erreicht. Großartige Reise, totaler Erfolg, alles wunderbar."

Hoeneß-Kritik an Asienreise entkräftet

Auch die Kritik von Bayern-Präsident Uli Hoeneß scheint vergessen, der die Reise kürzlich als "grenzwertig" bezeichnet hatte.

"Alle kennen Uli Hoeneß: Wenn man 0:4 gegen Milan verloren hat, dann ist das bei ihm der emotionale Knopf. Seine Emotionalität war dem Ergebnis geschuldet."