Rummenigge fordert strengere Auslegung des Financial Fair Play

Beeindruckende Zahlen hat der deutsche Rekordmeister im vergangenen Geschäftsjahr erreicht. Es gab eine erneute Steigerung des Umsatzes.

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vom deutschen Rekordmeister Bayern München hat von der Europäischen Fußball-Union UEFA eine strengere Umsetzung des Financial Fair Play (FFP) gefordert. Dadurch sollen Bundesliga-Klubs auch in Zukunft mit der finanzkräftigen Konkurrenz aus dem Ausland mithalten können. "Wenn die UEFA Financial Fair Play durchsetzt, was momentan nicht richtig gemacht wird, kann der deutsche Fußball wettbewerbsfähig bleiben", sagte Rummenigge am Montag beim "Fußball-Zukunftsgipfel" in Köln.

"Wenn das nicht passiert, wäre die Alternative, dass man den Klubs die Lufthoheit über 50+1 gibt", sagte Rummenigge weiter: "Wir haben eine Chance, wenn die UEFA ernst macht und Strafen stringent durchsetzt." Das FFP war eingeführt worden, um zu kontrollieren, dass die europäischen Klubs grundsätzlich nicht mehr ausgeben als einnehmen.

Als Strafen beim Verstoß gegen das FFP schweben Rummenigge etwa Punktabzüge in der Gruppenphase der Champions League oder "im allerschlimmsten Fall Lizenzentzug" vor. "Es muss eine Strafe sein, die weh tut!", forderte der FCB-Vorstandschef: "Mit Geldstrafen kannst du gar nichts bewegen." Gleichzeitig nahm Rummenigge aber auch die deutschen Klubs in die Pflicht. "Ich bin der Meinung, dass 50+1 bei einigen Klubs besser zur Kapitalbeschaffung ausgenützt werden kann."