Rummenigge fordert "Financial Fairplay 2.0" und kündigt "aggressivere" Transferpolitik an

SID
Rummenigge fordert "Financial Fairplay 2.0" und kündigt "aggressivere" Transferpolitik an

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge von Bayern München hat von der Europäischen Fußball-Union eine wirksame Reaktion auf den jüngsten Transferwahnsinn gefordert. "Die UEFA muss eine Kontrolle der Einnahmen und Ausgaben installieren, es muss eine neue Version des Financial Fairplay her, Financial Fairplay 2.0", sagte er auf der Jahreshauptversammlung des deutschen Rekordmeisters.
Der Fußball habe sich "dramatisch entwickelt", sagte Rummenigge mit Blick auf die Transfers etwa von Neymar und Kylian Mbappe zu Champions-League-Rivale Paris St. Germain, "Ziel muss es sein, die Ströme nach Fair Value zu bewerten: Kein Klub mehr Ausgaben als Einnahmen!" Dadurch verspreche er sich "eine Art Chancengleichheit für die europäischen Wettbewerbe. Das ist eine Herkulesaufgabe, die muss von der UEFA wahrgenommen werden."
Der FC Bayern werde derweil weiter "unbeirrbar solide wirtschaften. Wir lassen uns nicht treiben, wir werden nicht panisch reagieren. Wir haben zu allem eine eigene Philosophie gefunden, das hat uns stark und erfolgreich gemacht, daran werden wir festhalten."
Allerdings, so betonte er: "Wir müssen noch aggressiver werden auf dem Transfermarkt, wir müssen schneller sein und Talente nach München holen."