Rummenigge über Bayern Münchens Bemühungen um Sandro Wagner: "Nicht so einfach für Hoffenheim"

Karl-Heinz Rummenigge äußert Zweifel an einem möglichen Transfer von Sandro Wagner und gibt den Druck gleichzeitig an 1899 Hoffenheim weiter.

Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge vom FC Bayern München hat Zweifel an einem Transfer von 1899 Hoffenheims Stürmer Sandro Wagner. Ein zentrales Problem stellt weiterhin die unterschiedliche Vorstellung über die Höhe der Ablösesumme dar. 

Rummenigge bestätigt: Kein Heynckes-Verbleib

"Es war klar, dass Hoffenheim nicht tief, sondern höher schießen wird, als das, was wir uns vorstellen, was die Ablösesumme betrifft. Ob man da einen Nenner findet, weiß ich nicht. Wir sind nicht bereit, jeden Betrag mitzugehen", stellte Rummenigge am Dienstag während einer Reporterrunde im Bayrischen Umweltministerium klar.

Rummenigge deutet Wagner-Gespräch mit Löw an

"Wir müssen das noch mit dem Trainer intensiv besprechen, ob er die Notwendigkeit sieht. Sieht er die Notwendigkeit und wir kriegen eine vernünftige Ablösesumme hin, dann würde ich das nicht ausschließen", so Rummenigge weiter. 

Die Münchner wollen ein Stürmer-Backup für Robert Lewandowski verpflichten, dieser müsse aber nicht zwingend Wagner heißen. "Wir diskutieren sicherlich darüber, uns nicht nur exklusiv auf den einen Fall zu verständigen", sagte Rummenigge, fügte jedoch an: "Aber das ist ein Spieler, der Interesse hat. Er hat riesengroße private Interessen. Seine Frau lebt hier und ist mit dem dritten Kind schwanger. Das ist offensichtlich alles nicht so einfach für ihn von der Privatangelegenheit her zu lösen. Ich würde sagen, da ist eine gemeinsame Interessenlage sowohl vom Spieler als auch von uns. Das macht es sicherlich auch nicht ganz so einfach für Hoffenheim."

Ein Problem darin, die mögliche Backup-Rolle mit einer WM-Teilnahme im Sommer zu vereinen, sieht Rummenigge nicht. "Wenn er das macht, wird er das auch mit Joachim Löw besprochen und unkompliziert gelöst haben", so Rummenigge.

Bayern-Präsident Uli Hoeneß hatte am vergangenen Freitag nach der Jahreshauptversammlung gesagt:  "Ich denke, dass das eine Sache der Ablöse sein wird, und wie ich höre, liegen wir derzeit meilenweit auseinander. So wie sich das im Moment darstellt, wird sich das ziemlich zerschlagen."