Ruhestand des Jahres: Usain Bolt

Ruhestand des Jahres: Usain Bolt

Usain Bolt schrie vor Schmerzen, die glanzvolle Karriere der Sprintlegende aus Jamaika endete im Drama. Bei der Leichtathletik-WM in London lieferte der schnellste Mann der Geschichte auf seinem Weg in die Rente Bilder, die die Welt von dem einstigen Supermann noch nie gesehen hatte. Bolt geschlagen. Bolt am Boden. Bolt am Ende seiner Kräfte.
Über 100 m war er nur Dritter geworden, über 200 m nicht am Start - dann die Verletzung im letzten Showdown über 4x100 m. Am 12. August um kurz nach 22 Uhr Ortszeit ging Bolt verletzt zu Boden. "Muhammad Ali hat auch seinen letzten Kampf verloren. Eine Meisterschaft wird nicht das ändern, was ich erreicht habe", sagte er: "Ich hinterlasse ein gutes Vermächtnis."
Der achtmalige Olympiasieger hat - wie so viele große Sportler vor ihm - den richtigen Zeitpunkt des Abschieds verpasst. Trotzdem geht Bolt als Legende und hinterlässt eine riesige Lücke. "Jetzt will ich leben und ein wenig Spaß haben", sagte er.