Ruhestand: Berlin zahlt mehr Geld für Pensionäre

Blick über Berlin

Das Land Berlin muss in diesem Jahr rund 1,7 Milliarden Euro für die Versorgung von Beamten und Richtern im Ruhestand ausgeben und damit mehr als jemals zuvor. Wie hoch die Mehrausgaben im Vergleich zum Vorjahr sind, lässt sich erst am Jahresende exakt beziffern, es dürfte sich aber um mindestens 50 Millionen Euro handeln. Die Versorgungsbezüge ehemaliger Senatsmitglieder nehmen sich dabei vergleichsweise bescheiden aus. Sie lagen 2016 bei knapp 2,2 Millionen Euro, in diesem Jahr kommen voraussichtlich rund 50.000 Euro hinzu. Das geht aus einem Bericht der Senatsfinanzverwaltung an den Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses hervor. Er liegt der Berliner Morgenpost vor.

Die Pensionslasten sind in den vergangenen Jahren unterschiedlich stark angewachsen. Das jeweilige Plus ist durch eine wachsende Zahl von Versorgungsempfängern, aber auch durch eine Anpassung der Ruhestandsbezüge bedingt. 1996 wurden im Berliner Landesdienst knapp 38.000 Versorgungsempfänger gezählt, 2006 waren es bereits mehr als 47.000 und 2016 schließlich fast 59.000. Darin enthalten sind die ehemaligen im Beamtenverhältnis beschäftigten Mitarbeiter des sogenannten mittelbaren Landesdienstes. Dazu gehören zum Beispiel Körperschaften und Stiftungen des öffentlichen Rechts sowie die Universitäten.

Mehr Angestellte und weniger Beamte in der Verwaltung

1996 umfassten die Versorgungsausgaben im unmittelbaren Landesdienst 827 Millionen Euro. Zehn Jahre später waren es bereits 1,1 Milliarden und 2016 schließlich knapp ...

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