Rudow: Wasserschaden: Häuser im Blumenviertel sind unverkäuflich

Fühlt sich vom Senat im Stich gelassen: Brigitte Zeitz (76) im überfluteten Keller ihres Hauses am Glockenblumenweg

Im Keller des gepflegten Einfamilienhäuschens am Arnikaweg 5b in Rudow riecht es muffig. Das Haus ist unverkäuflich. Längst hat das Wasser in den Fundamenten und im Mauerwerk für Schäden gesorgt, die kaum noch zu beheben sind. Sogar Schimmel hat sich gebildet. Nur ständiges Abpumpen verhindert, dass das Grundwasser im Keller steht. "Dabei haben wir unser Haus doch 1971 mit unserer Hände Arbeit gebaut. Jetzt ist es nichts mehr wert", sagen Klaus (82) und Rosemarie Langer (77) frustriert.

Und sie sind nicht die Einzigen im Blumenviertel, einer Siedlung mit Einfamilienhäusern nordöstlich der Gropiusstadt, die Probleme mit dem Grundwasser haben. Bei Olaf Schenk, dessen Eltern 1969 am Löwenzahnweg bauten, sprudelte das Wasser bei dem Starkregen vor wenigen Wochen aus der Kellerwand wie aus einer Quelle. Er sagt: "Die Probleme fingen mit der Wende an, als im Wasserwerk Johannisthal deutlich weniger Wasser als zu DDR-Zeiten gefördert wurde."

"Manche haben sogar mehrere Pumpen im Dauereinsatz"

Diese Erfahrung musste auch Brigitte Zeitz aus dem Glockenblumenweg machen. Der Keller im Anbau aus dem Jahr 1972 steht fast zehn Zentimeter unter Wasser. "So schlimm war es lange nicht, ein Drama, manche haben sogar mehrere Pumpen im Dauereinsatz. Was das allein an Strom kostet. Dabei wurde uns doch mal genehmigt, so zu bauen", sagt die 76-Jährige. Auch bei ihr sind die Wände feucht, der Putz ist abgefallen, das Mauerwerk durchnässt.

Brigitte Zeitz und weitere Bewohner der Siedlung fühlen sich vom...

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