RTL-Kult-Soap: GZSZ zeigt heftige Szenen häuslicher Gewalt

Oliver Franck in seiner Rolle als Michael Ahrens. (Bild: MG RTL D)

Seit 25 Jahren flimmert die RTL-Erfolgssoap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ über die Bildschirme. In all den Jahren gab es zahlreiche Szenen, in denen sich Protagonisten stritten oder sogar handgreiflich wurden. Doch in den neuesten Folgen wird ein Thema besonders schonungslos thematisiert.

Heftige Gewaltszenen, tätliche Angriffe unter Ehepartnern – die Macher von GZSZ setzen in den neuesten Folgen auf Drama pur. Und zwar nicht allein, um die Einschaltquote zu erhöhen: Es geht darum, aufzurütteln und auf häusliche Gewalt aufmerksam zu machen.

Im Fokus der dramatischen Szenen: Martin Ahrens (Oliver Franck) und seine Ehefrau Nina (Maria Wedig). Bereits in der Vergangenheit, wissen die Zuschauer, hat der Anwalt seine Partnerin geschlagen. Doch er wollte sich ändern, ein neues Leben beginnen. Aber Martin fällt in alte Muster zurück, erhebt wieder die Hand gegen seine Ehefrau. Bewegende Szenen – nicht nur für die Zuschauer der Serie.

Mit diesen heftigen Szenen häuslicher Gewalt werden die Zuschauer von GZSZ konfrontiert. (Bild: MG RTL D)

„Es war ein merkwürdiger und auch quälender Moment, in dem Maria und ich am Set den ersten Schlag geprobt haben. Natürlich habe ich meine Schauspielkollegin in den Szenen für die Serie nicht wirklich geschlagen, aber damit es authentisch wirkt, musste ich die Wut und die Gewalt in mir zulassen und in der Szene ausleben“, erklärte Schauspieler Oliver Franck gegenüber der Kölner Zeitung „Express“.

Auf das Thema häusliche Gewalt hinzuweisen, liegt für den verheirateten Familienvater auf der Hand. „Dieses Tabuthema zu entstauben und einer großen Zahl von Zuschauern vor Augen zu führen, ist gut und richtig. Auch die Probleme, die für die Familie dabei entstehen, sind wichtig zu zeigen und gehören dazu“, so Oliver Franck.

Nina Ahrens (gespielt von Maria Wedig) kann nicht fassen, dass ihr Mann sie wieder schlägt. (Bild: MG RTL D)

Und weiter: „Das ist wichtig, um den Betroffenen die Scham zu nehmen: Die Peinlichkeit, vor anderen darüber zu sprechen und die wertenden Fragen über sich ergehen lassen zu müssen. Vielleicht hilft es einigen Betroffenen, den Mut zu finden und Hilfe zu suchen. Vielleicht hilft es ja, zu sehen, dass es hinter geschlossenen Türen jedem passieren könnte. Vielleicht fühlen sich einige Opfer dann nicht mehr alleine und hilflos, sondern unternehmen Schritte, um ihre Situation zu ändern. Das wäre wünschenswert.“