Royale Hochzeitsgeschenke: Was die Vorgänger von Harry und Meghan bekamen

Prinz Harry und Meghan Markle dürfen sich auf Geschenke freuen. (Bild: Getty Images)

Am 19. Mai ist es soweit: Dann steht die Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle an. Natürlich gibt es aus diesem Anlass viele Präsente. Doch was schenkt man eigentlich einem Royal? Bei Charles und Diana gab es unter anderem einen Toaster und ein Paar Seidenstrümpfe.

Viel muss bedacht werden, wenn es um eine royale Hochzeit geht: Einladungen müssen geschrieben, Menüs zusammengestellt, Abläufe organisiert werden. Aber nicht nur die Veranstalter müssen sich den Kopf zerbrechen. Bei Hochzeiten im britischen Königshaus bekommen die Brautpaare stets viele Geschenke – von den Gästen, von ausländischen Staatsoberhäuptern aber auch vom gemeinen Volk. Aber was schenkt man einem Blaublüter?

Als die heutige Königin Elizabeth im Jahre 1947 den griechisch-stämmigen Philip zum Mann nahm, da trudelten Geschenke aus aller Welt im Buckingham Palast ein. Wenn man Berichten glauben darf, sollen über 2.500 Präsente bei der Postannahmestelle des Palastes eingegangen sein. Darunter 38 Handtaschen, 24 Paar Handschuhe, 500 Dosen mit eingelegter Ananas.

Die Hochzeit von Elizabeth und Philip im Jahr 1947. (Bild: Getty Images)

Im Jahr 1981, als Prinz Charles und seine Diana sich das Ja-Wort gaben, hat sich die Zahl der Geschenke mehr als verdoppelt. 6.000 Päckchen bekam das damalige Traumpaar zu seiner Vermählung. Darunter einen äußerst spektakulären Gegenstand: ein mit Juwelen bestücktes, goldenes Schiffsmodell im Wert von einer Million Pfund (1,1 Millionen Euro). Außerdem gab es wertvolles Porzellan von US-Präsident Ronald Reagan und dessen Frau sowie einen teuren Teppich aus Neuseeland. Aber auch ganz praktische Dinge bekamen Charles und Diana, wie etwa Wasserkessel und Toaster. Für Diana gab es zudem Seidenstrümpfe.

Charles und Diana traten 1981 vor den Altar, William und Kate 30 Jahre später. (Bild: Getty Images)

Diese pompösen Zeiten sind allerdings vorbei. Die Hochzeit von William und Kate stellt hier eine Zäsur dar. Denn die beiden haben bereits lange vor ihrer Vermählung klargemacht, dass sie keine Geschenke wollen. Wer schenken möchte, solle dies in Form eines Spendenbeitrags an eine Wohltätigkeitsorganisation tun. Zur Orientierung gab der Palast eine Liste mit 26 Charities heraus. Dennoch gab es zahlreiche Geschenke in physischer Form.

Laut dem Etiketten-Experten Grant Harold hat das Königshaus, was die Geschenkegeberei betrifft, eine simple Devise: „Zu Geschenken wird nicht geraten, aber auch nicht abgeraten.“ Bei Prinz Harry und Meghan Markle wird es wohl ähnlich wie bei der Hochzeit von Prinz William und Herzogin Kate ablaufen: Spenden ist besser als Schenken.

Ob sich die Leute daran halten, darf man allerdings bezweifeln.