Royal Dutch Shell: 3 Gründe für den Kauf

Thorsten Küfner
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Royal Dutch Shell: Das nächste Kaufsignal …

Die Aktie des britisch-niederländischen Energiekonzerns Royal Dutch Shell zählt seit längerer Zeit zu den beliebtesten Titeln der deutschen Privatanleger. Und dies auch zurecht. DER AKTIONÄR zählt drei Gründe auf, die derzeit für den Kauf der Aktie der Gewinnmaschine sprechen.

1. Ölpreis kurz vor dem Ausbruch

Entgegen diverser Unkenrufe, wonach die OPEC keine Einfluss mehr auf den Ölpreis habe, hat es das Kartell zusammen mit anderen wichtigen Ölfördernationen wie etwa Russland geschafft, den Ölpreis nachhaltig zu stützen. Hinzu kommt eine sehr robuste Entwicklung der Weltkonjunktur, die zu einer stetig steigenden Ölnachfrage führt. So dürften in diesem Jahr (womöglich irgendwann im Herbst) erstmals in der Menschheitsgeschichte an einem Tag mehr als 100 Millionen Barrel pro Tag verbraucht werden.

Das Chartbild beim Ölpreis hat sich zuletzt dementsprechend aufgehellt. Mittlerweile notieren Brent und WTI nur noch ganz knapp unter den im Januar markierten 3-Jahreshochs. Gelingt der Sprung über diese Widerstände, wäre anschließend der Weg nach oben bis etwa 81 Dollar beim Brent beziehungsweise 78 Dollar bei WTI komplett frei. Denn in diesem Bereich gibt es kaum ernstzunehmende Hürden. Nachdem die OPEC Ende 2014 nicht die Förderquoten kürzte, ging es Ende 2014 nämlich fast wie an der Schnur gezogen nach unten.

2. Hochprofitables Downstream-Geschäft

Doch Shell ist auch in der Lage, in Zeiten schwächerer Ölpreise satte Gewinn zu erzielen. Hierfür sorgt die starke Stellung im Downstream-Segment, das mit den vielen Raffinerien und Tankstellen eine zuverlässige Gewinnmaschine darstellt.
So rechnet das Shell-Management derzeit damit, dass dieser Bereich bis 2020 weiterhin pro Jahr einen Cash Flow von 6-7 Milliarden Dollar generieren wird. Bis zum Jahre 2025 geht man sogar von neun bis zwölf Milliarden Dollar aus (bei „normalen Marktverhältnissen“).

3. Hohe und sichere Dividende

Darüber hinaus ist natürlich auch weiterhin die üppige Dividende ein klares Argument für den Kauf der Shell-Papiere. So beläuft sich die aktuelle Dividendenrendite auf satte sechs Prozent. Zudem wurde die Dividende seit 1945 (!) nicht mehr gesenkt.

Die hohen Dividendenzahlungen sind übrigens auch ein Grund dafür, dass die Aktie nur verhältnismäßig träge voran kommt. Denn bei jeder Zahlung der Quartalsdividende von 0,47 Dollar, fällt eben ein Dividendenabschlag an. In den vergangenen drei Jahren musste die Shell-Aktie nun bereits Dividendenabschläge von satten 5,64 Dollar aufholen. Ohne diese Abschläge würden die Papiere knapp 20 Prozent höher notieren.