Zverev übersteht Marathon-Match

Mischa Zverev steht zum zweiten Mal in Folge in der 2. Runde der US Open

Der an Position 23 gesetzte Mischa Zverev hat bei den US Open in New York (täglich im LIVETICKER) einen überraschenden Erstrunden-K.o. gerade noch verhindern können.

Der 30-jährige Linkshänder holte beim 7:6 (7:5), 4:6, 4:6, 7:5, 6:3 im Duell mit dem Weltranglisten-710. Thai-Son Kwiatkowski (USA) einen 1:2-Satzrückstand noch auf. Sein zehn Jahre jüngerer Bruder Alexander Zverev kämpfte sich ebenfalls in die zweite Runde. 

"Nicht wohl gefühlt"

"Ich habe dreieinhalb Sätze schlecht gespielt und mich auf dem Platz irgendwie nicht wohl gefühlt. Schon im Training in den letzten Tagen lief es nicht gut", sagte der ältere der Zverev-Brüder. 

Nach 3:28 Stunden verwandelte Zverev gegen den Collegespieler aus Charlotte seinen fünften Matchball und meisterte erst zum zweiten Mal überhaupt die Auftakthürde in Flushing Meadows. In der nächsten Begegnung trifft der Australian-Open-Viertelfinalist am Mittwoch auf den Franzosen Benoit Paire.

Mayer besiegt Hardcourt-Fluch

Mischa Zverev war der dritte deutsche Profi nach Julia Görges (Nr. 30) und Florian Mayer, der am Montag seine Erstrundenpartie überstand. Ausgeschieden ist bereits ein Frauen-Quartett. Nach Annika Beck und Qualifikantin Anna Zaja unterlagen zum Auftakt auch Mona Barthel und Carina Witthöft.

Routinier Mayer besiegte seinen Hardcourt-Fluch und steht erstmals seit vier Jahren wieder in der zweiten Runde der US Open. Der 33-Jährige aus Bayreuth bezwang den Brasilianer Rogerio Dutra Silva nach einer kurzen Schwächephase im zweiten Satz mit 7:5, 0:6, 6:3, 6:4 (SERVICE: Ergebnisse der Herren)

Nach 2:36 Stunden profitierte Mayer beim ersten Matchball von einem Returnfehler seines Kontrahenten und gewann im sechsten Anlauf seine erste Hartcourt-Partie 2017. Mayer wehrte 16 von 21 Breakchancen ab.

Chance zur Revanche

Der Weltranglisten-74., dessen bestes New-York-Resultat der Drittrunden-Einzug 2013 war, spielt in seinem nächsten Match am Mittwoch gegen Wimbledonfinalist Marin Cilic (Kroatien/Nr. 5), der Mayer in der zweiten Runde von Wimbledon in drei Sätzen bezwang.

"Eine kleine Chance gibt es immer, er ist noch nicht in Bestform. Ich habe nichts zu verlieren", sagte Mayer.