Routenplaner sind oft fehlerhaft

Stuttgart (dpa/tmn) - Leert sich der Akku des E-Autos langsam, sollten Fahrer sich nicht blind auf die Ladepläne des Routenplaners im Fahrzeug verlassen. Wie ein Test von «Auto Motor und Sport» und «sport moove» (3/2022) zeigt, treten dabei erhebliche Schwächen auf.

Demnach schätzten die meisten Routenplaner der Fahrzeughersteller die Ladezeit nicht richtig ein. Meist sei der Akku noch voller als angegeben und die Ladestopps unnötig. Vielmehr sei es sinnvoll, den Akku erst spät zu laden, da er so höhere Ladeströme - also Stromstärke - verkraftet.

Zusätzlich zeigte das System leistungsstarke Säulen auf der Strecke nicht an und schlug hingegen jene mit langer Ladezeit vor. Ebenso habe der Routenplaner bei belegten Ladesäulen die verfügbaren Alternativstandorte nicht vorgeschlagen. Teilweise sei es auch nicht möglich, Einstellungen wie den Mindestfüllstand individuell anzupassen.

Um sich vor solchen Fehlern zu schützen, können Fahrer stattdessen mithilfe von Apps ihre Routen planen und freie Ladesäulen finden. Wie Stiftung Warentest (05/2022) in einem Test aufzeigte, gibt es zuverlässige elektronische Helfer.

Am hilfreichsten war EnBW mobility+, die beim Datenschutz besonders punktet. Gefolgt von Nextcharge und eCharge+, die gezielt kostenlose Säulen etwa von Supermärkten suchen, und dank Filterfunktion viele finden. In der Regel sind die Anwendungen kostenlos in den App-Stores von Apple und Google erhältlich.

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