ROUNDUP: Zinstief drückt Gewinn der Landesbank Hessen-Thüringen

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das anhaltende Zinstief schrumpft den Gewinn der Landesbank Hessen-Thüringen. Per Ende September 2017 lagen sowohl der Vorsteuergewinn als auch der Überschuss unter den vergleichsweise starken Werten der ersten neun Monate des Vorjahres, wie Deutschlands viertgrößte Landesbank am Dienstag in Frankfurt mitteilte.

Vor Steuern erzielte die Helaba von Januar bis einschließlich September ein Plus von 381 (Vorjahreszeitraum: 417) Millionen Euro. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 249 (266) Millionen Euro.

Der Zinsüberschuss ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund elf Prozent zurück. Auf der anderen Seite profitierte die Helaba von einem fast verdreifachten Handelsergebnis und einer auf 19 (140) Millionen Euro drastisch verringerten Vorsorge für mögliche Kreditausfälle.

"Die Zahlen aus den ersten drei Quartalen bestätigen unsere Prognose für 2017, wonach wir auf Jahressicht mit einem Ergebnisrückgang rechnen", bekräftigte Vorstandschef Herbert Hans Grüntker. Die Rahmenbedingungen für das Geschäft seien "unverändert anspruchsvoll", erklärte Grüntker mit Verweis auf das Zinsumfeld und steigende regulatorische Anforderungen an Banken.

Finanzvorstand Detlef Hosemann bekräftigte in einer Telefonkonferenz, das Ergebnis des Gesamtjahres 2017 werde voraussichtlich über dem in der Jahresplanung angestrebten Wert liegen. Mit zu großen Sprüngen ist demnach aber nicht rechnen: "Stand heute bin ich eigentlich sicher, dass wir unter dem sehr guten Ergebnis des letzten und des vorletzten Jahres liegen werden", sagte Hosemann.

Im Gesamtjahr 2016 hatte das Institut, das Sparkassen in Hessen, Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg betreut, vor Steuern 549 Millionen Euro und nach Steuern 340 Millionen Euro verdient.