ROUNDUP: Wissing: Ausbau des Radverkehrs bekommt Planungssicherheit

FRANKFURT (dpa-AFX) - Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hat Kommunen und Länder aufgerufen, ihre Planungen für den Radverkehr zu intensivieren. Mit dem Haushaltsentwurf 2023 habe die Bundesregierung die erfolgreichen Förderprogramme bis 2028 verstetigt, sagte Wissing am Mittwoch zur Eröffnung der Fahrradmesse "Eurobike" in Frankfurt. Damit könne der klimaschonende Radverkehr in Deutschland auf ein neues Niveau gebracht werden. Das Fahrrad müsse im Mobilitätsmix eine deutlich größere Rolle bekommen, wenn man die Klimaziele erreichen wolle.

Mit dem erst im vergangenen Jahr gestarteten Sonderprogramm "Stadt und Land" habe man schon mehr als 1200 Radverkehrsmaßnahmen gefördert, sagte Wissing. Der Minister wurde auf der Messe, deren Schirmherr er ist, freundlich empfangen. Schon am Vortag hatte der Zweirad-Industrie-Verband die langfristigen Mittel und Wissings Einsatz gelobt. Der Fahrradverkehr soll zudem helfen, die bislang verpassten Klimaziele im Verkehrssektor zu erreichen. Dazu hatte Wissing am Morgen in Berlin ein Sofortprogramm vorgestellt.

Die Messe war am Vormittag von dem umstrittenen Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann eröffnet worden. Eigentlich hatte der wegen Korruptionsverdacht angeklagte SPD-Politiker angekündigt, öffentliche Auftritte zu meiden. Feldmann, der auch Aufsichtsratschef der Messe-Gesellschaft ist, begrüßte die erstmals am Main stattfindende Weltleitmesse. Sie werde in Frankfurt gute Wachstumsmöglichkeiten finden.

Vom 13. bis 17. Juli zeigt die Rekordzahl von mehr als 1500 Ausstellern erstmals in den Frankfurter Messehallen ihre Produkte und Innovationen rund ums Zweirad. Zuvor hatte die Eurobike 29 Mal in Friedrichshafen am Bodensee stattgefunden. Der neue Standort unterstreiche die Bedeutung des Fahrrads als intelligente Verkehrslösung mit großem Potenzial zur Entlastung der Städte von zu viel Autoverkehr, hieß es dazu vom Fahrradclub ADFC.

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