ROUNDUP/US-WAHL/Laschet: Sorge über Amtsübergabe 'in Würde'

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DÜSSELDORF (dpa-AFX) - NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat sich besorgt gezeigt, ob im Fall einer Wahlniederlage für US-Präsident Donald Trump eine geordnete "demokratische Übergabe" gelingt. Sollte dessen Herausforderer Joe Biden siegen, wäre eine Amtsübergabe "in Würde" wichtig, sagte der CDU-Politiker am Freitag dem Sender WDR 2. Der ehemalige Präsident George Bush Senior habe 1992 noch in der Wahlnacht seine Niederlage gegen Bill Clinton eingestanden und dabei seinen Respekt vor der Würde des demokratischen Systems betont. Das klinge heute wie aus einer völlig anderen Zeit, meinte Laschet.

Trump stellt sich als Opfer von Wahlbetrug dar und will sich mit Klagen gegen die drohende Wahlniederlage stemmen. Sein Herausforderer lag bei der Auszählung in den letzten verbliebenen Bundesstaaten auf Kurs zum Sieg. Laschet kritisierte, Trump rufe mit seinen Behauptungen über Verschwörungen in ein Land hinein, in dem es viel Wut und Aggression gebe - das könne die Situation weiter anheizen. Trumps Äußerungen über angebliche Manipulationen bei den Briefwahlen seien haltlos. "Es gibt keine Manipulation." Laschet betonte, sein Vertrauen in die US-amerikanischen Institutionen sei in den letzten Tagen aber noch gewachsen. Kaum ein Republikaner sei Trump beigesprungen.

Konkret zu benennen, ob er lieber Republikaner Trump oder Demokrat Biden im White House sehen möchte, sei nicht klug, meinte der NRW-Regierungschef. Wie viele Menschen in Deutschland habe aber auch er selbst "gehadert" mit Trump. Wichtig sei es, "wegzukommen vom Ich-Stil".