ROUNDUP: SPD, FDP und Grünen sprechen über Regierungsbildung

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BERLIN (dpa-AFX) - Eineinhalb Wochen nach der Bundestagswahl sind SPD, FDP und Grüne zu einem ersten Dreiergespräch zur Bildung einer neuen Bundesregierung zusammengekommen. Nach der Delegation der Sozialdemokraten trafen am Donnerstag nach und nach die Verhandler von Grünen und FDP am Verhandlungsort, dem CityCube in Berlin, ein. Am Vortag hatten Grüne und FDP ihre Bereitschaft zu solch einem Gespräch mitgeteilt.

Als erstes Mitglied einer Delegation war am Morgen um 7.50 Uhr SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz für Vorberatungen der SPD-Seite vor der Veranstaltungshalle vorgefahren. Scholz ging mit einer Aktentasche zum Eingang und begrüßte wartende Journalisten mit einem knappen "Morgen". SPD-Chef Norbert Walter-Borjans kam kurz darauf und sagte: "Ich gehe mit großer Zuversicht in die Gespräche." Das Treffen war nach SPD-Angaben auf sechs Stunden angesetzt.

Walter-Borjans betonte, die SPD wolle das Land nach vorne bringen. "Jetzt müssen wir aber erstmal gucken, dass wir jetzt wirklich die Punkte einzeln abklopfen, und dann sehen wir mal zu."

Als die Politikerinnen von Grünen und FDP nacheinander eintrafen, hatten sich Aktivisten eines Vereins für "Mehr Demokratie" und von Greenpeace vor der Halle aufgebaut. Grüne-Chef Robert Habeck versprach im kurzen Gespräch mit einem Greenpeace-Aktivisten, Klima solle bei dem Gespräch mit SPD und FDP Thema werden. "Sonst hat das keinen Sinn", sagte Habeck. Die Grünen-Co-Vorsitzende Annalena Baerbock sagte den Umweltschützern kurz darauf: "Das wird heute auf jeden Fall Thema sein."

Mehrere Politiker machten Anspielungen zum strahlenden Sonnenschein. "Ich hab ja immer Sonne im Herzen", sagte die FDP-Politikerin Nicola Beer bei Hineingehen. FDP-Chef Christian Lindner kam als letzter der Verhandler um 10.47 Uhr in die Halle.

Die SPD erhofft sich eine Entscheidung zum Ende des Treffens für weitere Gespräche. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sagte im ZDF-Morgenmagazin: "Wenn das die Entscheidung ist, dass es weitergeht, dann muss es jetzt sehr zügig zu wirklichen Sondierungen kommen."

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