ROUNDUP: Rheinmetall wird etwas zuversichtlicher - Werksschließung belastet

dpa-AFX

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Rüstungskonzern und Autozulieferer Rheinmetall hat im dritten Quartal von besseren Geschäften mit Munition, Panzern und Autoteilen profitiert. Auf Jahressicht wird der Vorstand des MDax-Konzerns nun auch etwas zuversichtlicher und sieht mehr Aufwind bei der Profitabilität. Die operative Marge (Ebit) dürfte nun leicht über der bisher angestrebten Marke von 6,5 Prozent liegen, vor allem weil es in der Rüstungssparte besser aussieht.

Wie das Unternehmen am Dienstag in Düsseldorf mitteilte, erreichte das operative Ergebnis in den Monaten Juli bis September konzernweit 97 Millionen Euro, gut ein Fünftel mehr als ein Jahr zuvor. Dies war mehr als von Analysten erwartet. Der Umsatz legte im gleichen Zeitraum um 4,7 Prozent auf 1,37 Milliarden Euro zu. Im Gesamtjahr strebt Rheinmetall weiterhin ein Umsatzwachstum aus eigener Kraft von rund 6 Prozent an.

An der Börse gab der Kurs der Rheinmetall-Aktie am Vormittag um ein halbes Prozent nach. Alles in allem habe das Unternehmen durch die Bank solide abgeschnitten, schrieb Commerzbank-Analyst Sebastian Growe. Das leicht angehobene Ziel für die operative Rendite erscheine aber immer noch zu vorsichtig. Ein Händler sagte ebenfalls, die etwas optimistischeren Aussagen zum Ausblick hätten nicht überrascht.

Unter dem Strich sank das auf die Anteilseigner entfallende Nettoergebnis allerdings von 42 auf 36 Millionen Euro. Vergangene Woche hatte Rheinmetall mitgeteilt, die Kolbenfertigung am französischen Standort Thionville zu schließen. Dabei fielen Kosten für Abfindungen, Rückbau und Abschreibungen an, die mit 22 Millionen Euro zu Buche schlagen. Mittelfristig will Rheinmetall durch den Schritt aber rund 10 Millionen Euro jährlich einsparen.