ROUNDUP: Rational brechen in Corona-Krise Aufträge weg - Prognose nicht möglich

LANDSBERG AM LECH (dpa-AFX) - Der Großküchenausrüster Rational <DE0007010803> hat im ersten Quartal stark unter den Folgen der Coronavirus-Pandemie gelitten. Weil Restaurants, Schulen und Hotels in vielen Ländern schließen mussten oder nur eingeschränkt wirtschaften konnten, sanken Umsatz und operatives Ergebnis, die Aufträge brachen zudem im März und April "teilweise dramatisch" ein, wie der Konzern am Donnerstag in Landsberg am Lech mitteilte.

Eine Prognose für das Gesamtjahr sei in diesen unsicheren Zeiten weiterhin nicht möglich, der langfristige Ausblick aber positiv, hieß es weiter. Die Aktie gab am Nachmittag um dreieinhalb Prozent nach und landete damit auf den hinteren Rängen im MDax <DE0008467416>.

Der Umsatz ging in den ersten drei Monaten laut vorläufigen Zahlen im Vorjahresvergleich um sieben Prozent auf 181,3 Millionen Euro zurück. Dabei waren vor allem die Märkte in Asien und Deutschland aber auch in den USA betroffen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sackte um 44 Prozent auf 26 Millionen Euro ab.

Nachdem Rational Ende Februar noch leicht höhere Auftragszahlen als im Vorjahr verbucht hatte, lag der Auftragseingang im April um 60 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Vor allem im zweiten Quartal wird sich diese Entwicklung nach Einschätzung des Managements deutlich in den Unternehmenszahlen niederschlagen. Viele Kunden seien durch die verordneten Betriebsschließungen schwer getroffen und würden vermutlich eine Investitionszurückhaltung zeigen, hieß es. Die Ziele für 2020 hatte Rational bereits Ende März kassiert und den Dividendenvorschlag wenig später von ursprünglich 10,70 Euro auf 5,70 Euro je Aktie gekürzt.

Ausführliche Geschäftszahlen zum ersten Quartal will das Unternehmen am 6. Mai 2020 veröffentlichen.