ROUNDUP: Peter Terium ist Chefposten bei RWE-Tochter Innogy los

dpa-AFX

ESSEN (dpa-AFX) - Die RWE -Tochter Innogy verliert nach der harschen Gewinnwarnung vor einer Woche mit sofortiger Wirkung ihren Vorstandschef Peter Terium. Die Trennung sei im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat beschlossen worden, teilte Innogy überraschend am Dienstagabend in Essen mit. Einstweilen werde Personalvorstand Uwe Tigges den Posten des Vorstandsvorsitzenden übernehmen.

Vor rund einer Woche hatte Innogy wegen andauernder Probleme auf dem britischen Markt die eigene Gewinnprognose für das laufende Jahr gekappt. Das hatte bei Innogy und RWE für einen Absturz der Aktienkurse gesorgt. RWE hält an Innogy rund 77 Prozent und ist zudem stark von den Dividendenzahlungen der Ökostrom-Tochter abhängig. Beide Aktien hatten an einem einzigen Tag gut 13 Prozent an Wert verloren. Der Niederländer Terium hatte im April 2016 den Chefposten bei Innogy übernommen, nachdem er zuvor seit 2012 Vorstandsvorsitzender bei RWE gewesen war.

Innogy hatte seit längerer Zeit massive EDV-Probleme auf dem britischen Markt und in der Folge erhebliche Kundenverluste. Ein 2016 gestartetes Kostensenkungsprogramm in Großbritannien reichte nicht aus, um die Einbußen auszugleichen. Kunden könnten dort vielfach nur dadurch gehalten werden, dass man ihnen Tarifwechsel mit günstigeren Konditionen biete, hieß es zur Gewinnwarnung. Innogy beschäftigt etwa 42 000 Menschen.