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ROUNDUP: PC-Schwäche trifft auch Intel-Konkurrenten AMD

SANTA CLARA (dpa-AFX) -Der Abschwung im PC-Markt hat auch den US-Chipkonzern AMD US0079031078 erwischt. Im vergangenen Quartal sackte der Umsatz in diesem Geschäftszweig um 65 Prozent auf 739 Millionen Dollar ab. Insgesamt fielen die Erlöse im Jahresvergleich um neun Prozent auf 5,35 Milliarden Dollar (4,86 Mrd Euro).

Der Umsatz mit Prozessoren für Rechenzentren blieb dagegen stabil bei rund 1,3 Milliarden Dollar, wie AMD nach US-Börsenschluss am Dienstag mitteilte. Allerdings lief das Geschäft deutlich weniger lukrativ: Der operative Gewinn des Bereichs fiel auf 148 Millionen Dollar - von 427 Millionen vor einem Jahr. Mit PC-Chips machte AMD einen operativen Verlust von 172 Millionen Dollar.

Unterm Strich gab es einen Verlust von 139 Millionen Dollar nach schwarzen Zahlen von 786 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. AMD schlug sich damit besser als der größere Rivale Intel US4581401001, der im vergangenen Vierteljahr einen Verlust von 2,8 Milliarden Dollar verbuchte. Der Intel-Umsatz fiel im Jahresvergleich um 36 Prozent auf 11,7 Milliarden Dollar - und im Rechenzentren-Geschäft sogar um 39 Prozent.

Nach dem Boom zu Beginn der Pandemie - als Unternehmen und Verbraucher sich mit Notebooks für Heimarbeit eindeckten - ist der PC-Markt zuletzt eingebrochen. Die Marktforschungsfirma IDC errechnete für das erste Quartal einen Absatzrückgang von 29 Prozent. Die Branche rechnet aber mit einer Besserung im zweiten Halbjahr.

AMD ist auch groß im Geschäft mit Chips für Spielekonsolen. Hier gab es einen Rückgang von rund sechs Prozent auf knapp 1,76 Milliarden Dollar. Stark nachgefragt werden aktuell Grafikkarten, mit denen Anwendungen auf Basis Künstlicher Intelligenz laufen. In diesem Geschäft ist aber der Chipkonzern Nvidia US67066G1040 besonders stark - und AMD rüstet erst auf.

AMD enttäuschte die Börse mit der Umsatzprognose von rund 5,3 Milliarden Dollar - bei einer Spanne von 300 Millionen Dollar mehr oder weniger - für das laufende Quartal. Die Aktie gab im nachbörslichen Handel zeitweise um mehr als sechs Prozent nach.