ROUNDUP: Monsanto mit durchwachsenen Zahlen vor geplanter Fusion mit Bayer

dpa-AFX

ST. LOUIS/LEVERKUSEN (dpa-AFX) - Vor der geplanten Übernahme durch Bayer hat der US-Agrarkonzern Monsanto durchwachsene Zahlen vorgelegt. Im ersten Geschäftsquartal (bis Ende November) stieg der Umsatz verglichen mit dem Vorjahreswert nur minimal auf 2,7 Milliarden Dollar (2,2 Mrd Euro), wie Monsanto am Donnerstag mitteilte. Der Gewinn kletterte zwar kräftig von 29 Millionen auf 169 Millionen Dollar, Grund waren jedoch vor allem Verkäufe von Firmenteilen.

Insgesamt blieben die Ergebnisse hinter den Erwartungen von Analysten zurück. Zum Ausblick aufs laufende Geschäftsjahr machte Monsanto mit Verweis auf die bevorstehende Übernahme durch Bayer keine Angaben.

Monsanto zeigte sich zuversichtlich, die Fusion rasch abschließen und dadurch neue Kräfte freisetzen zu können. "Der Zusammenschluss wird beiden Unternehmen erlauben, das Innovationstempo zu beschleunigen", hieß es. Die Übernahme durch Bayer dürfte jedoch Zugeständnisse an die Kartellwächter erfordern. Einem Bericht der "New York Post" zufolge hat der Leverkusener Dax -Konzern deshalb bereits mit dem Verkauf von Unternehmensteilen begonnen.

Bayer-Chef Werner Baumann biete derzeit unter anderem einen Hersteller von Saatgut für Gemüse sowie einen Agrar-Softwarespezialisten an, hieß es in der Zeitung unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen. Ein Sprecher von Bayer wollte diese Informationen auf Anfrage nicht kommentieren.

Inklusive der bereits BASF versprochenen Geschäftsteile dürften die abzugebenden Sparten laut dem Bericht über den 1,6 Milliarden Dollar Jahresumsatz liegen, die Bayer bei der Ankündigung der Monsanto-Übernahme zu verkaufen bereit war. Im Mai 2016 - bei Bekanntgabe der Pläne - waren das umgerechnet 1,4 Milliarden Euro.

Bayer will das umstrittene US-Unternehmen für 66 Milliarden Dollar inklusive Schulden übernehmen und so den führenden Agrarchemie-Konzern schmieden. Mit der Fusion gehen die Leverkusener aber auch Imagerisiken ein. Monsanto steht wegen seiner Unkrautvernichter und genmanipulierten Saatguts stark in der Kritik.